Am Montagmorgen kam es zu einer tragischen Schießerei im Gemeindeamt von Chřibská in der Region Děčín im Norden der Tschechischen Republik. Nach Angaben der Polizei sind zwei Menschen bei dem Anschlag ums Leben gekommen - ein Mann, der getroffen wurde, und der Angreifer selbst. Sechs weitere Personen erlitten Verletzungen, mindestens eine Frau befindet sich in einem ernsten Zustand. Nach dem Einsatz bestätigte die Polizei, dass die Situation unter Kontrolle ist und keine weitere Gefahr für die Bewohner besteht.
Die Meldung über die Schießerei ging bei den Beamten kurz vor 10:30 Uhr ein. Alle verfügbaren Einheiten begaben sich sofort an den Tatort - Streifenwagen, Bereitschaftspolizei, Kriminalbeamte und der medizinische Notdienst. Das Bürogebäude wurde evakuiert und das umliegende Gebiet abgesperrt. Die Polizeibeamten forderten die Öffentlichkeit auf, den Tatort zu meiden.
Nach bisherigen Erkenntnissen drang ein bewaffneter Mann in das Rathausgebäude ein und begann zu schießen. Die Polizei griff gegen ihn ein und schaltete den Angreifer während des Einsatzes aus. Das Motiv für die Tat ist noch nicht bekannt, und die Ermittlungen dauern an. Die Polizei sucht weiterhin den Tatort ab, um Hinweise zu sichern, und befragt auch Zeugen des Vorfalls.
Die Sanitäter behandelten insgesamt sechs Verletzte. Einige von ihnen wurden in Krankenhäuser in der Region gebracht, unter anderem in das Traumazentrum in Ústí nad Labem. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Polizeibeamter, der bei dem Einsatz Verletzungen erlitt. Sein Zustand ist voraussichtlich stabil.
Der Polizeipräsident traf in Chřibská ein, und auch Innenminister Lubomír Metnar fuhr dorthin. Die Polizei kündigte an, dass sie nach ihrer Ankunft den Journalisten vor Ort weitere Informationen geben werde. Außerdem wurden ein Krisentelefon und psychologische Hilfe für Zeugen und von der Tragödie betroffene Familien eingerichtet.
Premierminister Andrej Babiš sprach den Überlebenden sein aufrichtiges Beileid aus und bezeichnete die Schießerei als tragisches Ereignis, das nicht nur die Einwohner von Chřibská, sondern auch die breite Öffentlichkeit zutiefst erschütterte. Die kleine Stadt im Vorgebirge von Šluknov hat noch nie eine ähnliche Gewalttat erlebt.
Die Ermittlungen laufen noch, aber die Polizei hat keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall bekannt gegeben.
gnews.cz - GH