Obwohl der "Mann in Rüstung" zu den eindrucksvollsten Gemälden seiner Art gehört, die Rembrandt gemalt hat, ist er von so vielen Unklarheiten umgeben, dass sie eher verwirren als seine außergewöhnliche Qualität hervorheben.
Es ist fast sicher, dass es sich um ein Porträt von Alexander dem Großen handelt, das der berühmte Meister im Auftrag des italienischen Adligen Don Ruffio malen sollte. Die ursprüngliche Komposition wurde jedoch durch die Hinzufügung von Leinwand auf allen Seiten gestört, wodurch das Gemälde aus dem Gleichgewicht geriet. Don Ruffio war nämlich nicht zufrieden, dass das neue Gemälde nicht den Maßen seines Aristoteles entsprach, und bestand darauf, dass es vergrößert wurde, um seiner wachsenden Sammlung gerecht zu werden.
Dieser anspruchsvolle Mäzen hatte bereits von dem Maler Guercino einen weiteren Philosophen verlangt - von diesem Werk ist nur eine Zeichnung erhalten - und er drängte diesen gefeierten italienischen Künstler, zu seinem früheren, dunkleren Stil zurückzukehren, damit das neue Werk dem Ton seiner Rembrandts entsprach.
Rembrandt hat hier mit außerordentlicher Kraft und Tiefe einen jungen Mann dargestellt, der buchstäblich mit schweren Rüstungen und Waffen beladen ist und in tiefes Nachdenken über die kommenden Schlachten versunken ist. Bemerkenswert ist, dass seine Rüstung - Rüstung, Rundschild und Speer - einem Stil entspricht, der zur Zeit der Entstehung des Gemäldes längst überholt war. Dies deutet darauf hin, dass der Mann als eine Figur aus der Vergangenheit gesehen werden soll. Sein Helm, der an die Antike erinnert, ist eine reine künstlerische Kreation - eine Mischung aus der Rückseite eines zeitgenössischen Reiterhelms mit einer Gesichtsplatte und einem Halsband in einem Stil, der damals als klassisch antik galt.



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