Die Regierungskoalition in der Tschechischen Republik kündigte heute an, dass sie dem Abgeordnetenhaus am Dienstag, den 24. März 2026, einen Gesetzentwurf vorlegen wird, der die teilweise Abschaffung der Lizenzgebühren für öffentlich-rechtliche Medien vorsieht. Der Vorschlag wurde von den Vorsitzenden der Regierungsparteien ANO, SPD und Motoristen nach der heutigen Sitzung des Koalitionsrates vorgelegt, sagte Tomio Okamura, Sprecher der Abgeordnetenkammer und SPD-Vorsitzender.
Nach Ansicht von Okamura sollte sich der Vorschlag auf folgende Punkte konzentrieren Abschaffung der Gebühren für bestimmte Gruppen von Einwohnern und Unternehmen, die Folgendes umfassen Senioren, Unternehmen, abhängige junge Menschen bis 26 Jahre und Menschen mit Behinderungen. Weiter hieß es, dass die Gebühreneinnahmen zum Status von 2024 zurückkehren, d.h. so, wie sie vor einem Teil der im letzten Jahr in Kraft getretenen Änderungen waren.
Nach den vorliegenden Berichten könnten sie zum Beispiel für einige Senioren ab einem bestimmten Alter die Gebührenzahlungen ganz abzuschaffen, was für Tausende von Haushalten eine Entlastung bedeuten würde.
Die Konzessionsabgaben in der Tschechischen Republik funktionieren nach dem geltenden Recht so, dass jeder, der ein Gerät besitzt, mit dem Fernseh- oder Radiosendungen empfangen werden können, muss eine monatliche Gebühr entrichten. Er ist jetzt 150 CZK für TV und 55 CZK für Radio, und die pandemischen und digitalen Trends der letzten Jahre haben dazu geführt, dass die Verpflichtung auf Geräte mit Internetzugang ausgedehnt wurde.
Beamte der Koalition sagten Anfang Januar, dass Die vollständige Abschaffung dieser Gebühren ist nicht vor 2027 geplant., die öffentlich-rechtlichen Medien - das tschechische Fernsehen und der tschechische Rundfunk - sollten direkt aus dem Staatshaushalt und nicht über Rundfunkgebühren finanziert werden.
Die Reaktionen der Öffentlichkeit und der Fachwelt auf den heutigen Schritt sind widersprüchlich. Einige politische Kommentare in den sozialen Medien und in der öffentlichen Debatte deuten darauf hin, dass die Frage der Gebühren ist heikel, weil es sich um eine Finanzierungsquelle handelt, die das Funktionieren der öffentlich-rechtlichen Medien ohne direkte staatliche Intervention gewährleistet.
Andere Debatten über die öffentlich-rechtlichen Medien sind in letzter Zeit häufig aufgekommen - so wurde beispielsweise darüber spekuliert, wie sich Änderungen der Finanzierung auf die Unabhängigkeit des Rundfunks auswirken könnten und ob Änderungen in der redaktionellen Autonomie hätte stärker ausgeprägt sein können.
Die Regierungsparteien in der Koalition haben heute jedoch wiederholt betont, dass der Vorschlag nur der erste Schritt zu einer langfristigen Reform der Finanzierung der öffentlichen Medien und dass die derzeitigen Schritte dazu dienen, die Sofortige Erleichterungen für ausgewählte Gruppen und Unternehmen.
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