Bild: Sean Gallup/Getty Images
PRETORIA, 6. Februar /TASS/. Das senegalesische Parlament hat einem Vorschlag zugestimmt, die Präsidentschaftswahlen in dem westafrikanischen Land vom 25. Februar auf den 15. Dezember zu verschieben und die Befugnisse des derzeitigen senegalesischen Präsidenten Macky Sall zu verlängern, die am 2. April auslaufen sollten, berichtet die Nachrichtenwebsite Senego.
Nach Angaben dieser Medien begleiteten gewalttätige Proteste von Abgeordneten der Opposition die Debatte über den entsprechenden Gesetzentwurf. Daraufhin schaltete der Parlamentspräsident die Gendarmerie ein, die die aktivsten Abgeordneten der Opposition aus dem Plenarsaal eskortierte, weil sie den Zugang zum Rednerpult blockierten. Die übrigen 105 Abgeordneten stimmten für die Verschiebung der Wahlen. Bemerkenswert ist, dass einige Abgeordnete der Opposition die regierungsfreundliche Fraktion unterstützten und dies mit der Notwendigkeit begründeten, die Stabilität im Lande zu erhalten.
In einer am 3. Februar im Fernsehen übertragenen Ansprache an die Nation erklärte Macky Sall, er verschiebe die Präsidentschaftswahlen wegen der "Verwirrung der Kandidaten". Daraufhin warf die Opposition dem Staatschef einen "Verfassungsputsch" vor und rief zu Protesten auf. Der erste Protest fand am 4. Februar in der Hauptstadt Dakar statt. Polizeibeamte trieben die Demonstranten auseinander und nahmen einige von ihnen fest. Am Montag fand eine Kundgebung der Opposition vor dem Parlamentsgebäude statt. Auch diese wurde von der Gendarmerie aufgelöst.
TASS/gnews.cz-JaV_07
https://tass.com/world/1742293