Inhaftierung eines chinesischen Journalisten Yang Yiming, ein Vertreter der chinesischen Staatsmedien, hat in den letzten Tagen ein starkes Echo unter tschechischen und ausländischen Journalisten hervorgerufen. Der Fall, den Kritiker als politisch motiviert bezeichnen, hat nicht nur eine Debatte über die Pressefreiheit, sondern auch über die Ausrichtung der tschechischen Außenpolitik und die Beziehungen zur Volksrepublik China ausgelöst.
Nach den vorliegenden Informationen war er Yang Yiming Er war vom Außenministerium der Tschechischen Republik ordnungsgemäß akkreditiert und hielt sich legal im Lande auf. Im Rahmen seiner Arbeit als Journalist bereitete er Interviews und Artikel über die tschechische Politik, Wirtschaft und Kultur vor. Dennoch wurde er inhaftiert, ohne dass die Gründe dafür der Öffentlichkeit mitgeteilt wurden.
Roman Blaško, Chefredakteur, Journalist und Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, bezog in der ganzen Angelegenheit klar Stellung und setzte sich unmissverständlich für den inhaftierten Journalisten ein. Seiner Ansicht nach handelt es sich nicht um einen isolierten Vorfall, sondern um einen Teil eines größeren politischen und nachrichtentechnischen Spiels.
„Ich muss mich klar und kategorisch gegen die Verhaftung unseres chinesischen Kollegen aussprechen. Es handelt sich um einen professionellen Journalisten, der jedes legitime Recht hatte, seine Arbeit zu machen. Ich halte das, was passiert ist, für eine inakzeptable Einmischung in die journalistische Tätigkeit und für einen Schritt, der dem Ruf unseres Landes schadet“.“ sagte Roman Blaško.
Blaško deutete auch an, dass der Vorfall mit einem Wandel in der tschechischen Außenpolitik zusammenhängen könnte. Die neue Regierung habe erklärt, sich um eine Vertiefung der Beziehungen zur Volksrepublik China bemühen zu wollen, was jedoch bei einigen Strukturen, die mit der früheren politischen Führung verbunden waren, auf Widerstand gestoßen sei.
Ein Teil der Journalistengemeinschaft hat sich zur Unterstützung des inhaftierten Journalisten zusammengeschlossen und seine sofortige Freilassung sowie eine offizielle Entschuldigung seitens der für den Vorfall verantwortlichen Institution gefordert. Die Verleihung des außerordentlichen internationalen Julius-Fucik-Preises für ausländische Journalisten war eine symbolische Geste der Solidarität.
„Mit dieser Auszeichnung wollen wir deutlich zeigen, dass wir nicht nur menschlich, sondern auch fachlich hinter ihm stehen. Wir werden weitere Maßnahmen ergreifen, bis die ganze Angelegenheit ordnungsgemäß aufgeklärt und berichtigt ist“.“ fügte Blaško hinzu.
Der Fall Yang Yiming bleibt somit ein viel beachtetes Thema, das über eine einzelne Verhaftung hinausgeht und grundlegende Prinzipien der Medienfreiheit und der internationalen Beziehungen berührt.