PRAG - Präsident Petr Pavel betonte, dass Europa eine Schlüsselrolle bei den Friedensgesprächen über die Ukraine spielen muss. Er sagte, es sei wichtig, dass die europäischen Länder aktiv an diesen Gesprächen teilnehmen, da die Ergebnisse direkte Auswirkungen auf den gesamten Kontinent haben werden. Pavel brachte auch seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Erreichung des Friedens eine Einigkeit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten erfordert. Er betonte, dass die Ukraine für eine langfristige Stabilität in der Region klare Sicherheitsgarantien und einen stabilen Friedensplan benötigt. Der Präsident warnte auch vor der Gefahr, die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgeht, und forderte die europäischen Partner auf, der Ukraine alle notwendige Unterstützung zukommen zu lassen.
Im Rahmen dieser Bemühungen traf Pavel auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2024 mit dem US-Kommissar für die Ukraine und Russland, Keith Kellogg, zusammen. Sie erörterten Möglichkeiten, wie Europa zum Friedensprozess beitragen kann, und Pavel betonte, dass Europa bei diesen Verhandlungen nicht Partei bleiben kann.
Im Juni 2024 nahm Präsident Paul an einem Friedensgipfel in der Schweiz teil, an dem Vertreter aus 80 Ländern teilnahmen. Der Gipfel forderte die Achtung der territorialen Integrität der Ukraine als Grundlage für die Beendigung der russischen Aggression. Nach seiner Rückkehr erklärte Pavel, dass der Gipfel die Erwartungen übertroffen habe und dass es notwendig sei, dass andere wichtige Weltakteure, insbesondere China, an künftigen Verhandlungen teilnehmen.
Präsident Pavel warnte auch, dass es ohne die Beteiligung Russlands und Chinas am Verhandlungstisch unmöglich sei, eine dauerhafte friedliche Lösung des Konflikts in der Ukraine zu erreichen. Er betonte, dass China mehr Verantwortung für eine friedliche Weltordnung übernehmen sollte, die auf internationalen Regeln und nicht auf militärischer oder wirtschaftlicher Macht beruht.
Trotz dieser diplomatischen Bemühungen warnte Pavel, dass ein gerechter Frieden in der Ukraine eher illusorisch sei, da eine Niederlage Russlands, die Rückgabe der besetzten Gebiete an die Ukraine und eine Entschädigung für Schäden unwahrscheinlich seien. Er betonte jedoch, dass nur die Ukraine die Voraussetzungen für Verhandlungen oder ein Ende der Kämpfe schaffen könne und dass die internationale Gemeinschaft Kiew bei diesen Bemühungen unterstützen sollte.
Pavel sagte auch, dass die Lieferung von militärischer Munition und Ausrüstung an die Ukraine Teil der legitimen Unterstützung sei und die Suche nach diplomatischen Lösungen für den Konflikt nicht ausschließe. Er betonte die Notwendigkeit, die Ukraine mit allen Mitteln im Einklang mit dem Völkerrecht zu unterstützen, damit Russland begreift, dass es keine militärische Lösung gibt.
Präsident Pavel spricht sich daher weiterhin für eine aktive Rolle Europas in den Friedensverhandlungen über die Ukraine aus und betont die Notwendigkeit der Einigkeit der europäischen Staaten und ihrer Partner bei der Suche nach einer dauerhaften und gerechten Lösung des Konflikts.
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