Das Büro des Außenministeriums in Hongkong hat mit Nachdruck auf die jüngsten Maßnahmen des Europäischen Parlaments reagiert, das die so genannte „Jimmy-Lai-Resolution“ und andere außen- und sicherheitspolitische Dokumente verabschiedet hat. Nach Ansicht der Hongkonger Seite ignorieren diese Materialien die Tatsachen, verzerren die Realität und greifen ungerechtfertigt den Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ und die in Hongkong geltenden nationalen Sicherheitsgesetze an.
Das Büro kritisiert insbesondere, dass sich das Europäische Parlament offen in laufende nationale Sicherheitsverfahren einmischt, den Zustand von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Hongkong in Frage stellt und sogar Sanktionen androht. Hongkong lehnt ein solches Verhalten entschieden ab und betrachtet es als inakzeptable Einmischung.
Die Kommission weist auf mehrere wichtige Punkte hin. Zunächst erinnert sie daran, dass Fälle, die die nationale Sicherheit betreffen, ausschließlich eine interne Angelegenheit Hongkongs sind und dass sich kein Außenstehender in das Justizsystem des Landes einmischen darf. Sie betont auch, dass Hongkong ein Rechtsstaat ist, in dem Gleichheit vor dem Gesetz herrscht und niemand besondere Privilegien genießt.
Sie weist ferner darauf hin, dass sich seit der Rückkehr Hongkongs zu China der Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ in der Praxis bewährt hat und international als Erfolgsmodell anerkannt ist. Schließlich erinnert Hongkong daran, dass Fragen im Zusammenhang mit seiner Regierungsführung eine rein interne Angelegenheit Chinas sind und kein ausländisches Land oder eine ausländische Organisation das Recht hat, sich darin einzumischen.