Mit staatlicher Unterstützung in Höhe von 1,1 Milliarden CZK wurden zwischen 2019 und 2023 122 von insgesamt 979 Brachflächen, die sich ausschließlich in öffentlichem Besitz befinden, saniert. Dank dieser Subventionen wurden vernachlässigte und ungenutzte Liegenschaften mit einer Fläche von 27,4 Hektar zum Beispiel zu einem Gemeindebüro, einer Tagesstätte für ältere Menschen, einer Feuerwache, einem Kindergarten, einem Gemeindezentrum, einer multifunktionalen Einrichtung, einem Park oder einer aktiven und passiven Erholungszone. Die Prüfung des SAO ergab jedoch eine Reihe von Unzulänglichkeiten sowohl auf Seiten der Subventionsgeber, d.h. des Ministeriums für regionale Entwicklung (MMR) und des Staatlichen Fonds für Investitionsförderung (SFPI), als auch auf Seiten der Begünstigten. Bei sieben von neunzehn geprüften Projekten, also bei mehr als einem Drittel, stellten die Prüfer Mängel fest, die auf einen Verstoß gegen die Haushaltsdisziplin hindeuteten und sich auf bis zu 32,5 Millionen CZK beliefen. 32 Mio. CZK. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Fehler bei der öffentlichen Auftragsvergabe und um nicht förderfähige Ausgaben.
Dennoch bewertete das SAO die geprüften Projekte und ihre Ausgaben als effizient, mit Ausnahme eines Projekts. In diesem Fall erhielt der Begünstigte einen Zuschuss von fast 23 Millionen CZK. Die geplante Sporthalle mit Kletterwand, Fitnessraum, sanitären Anlagen, Cafeteria usw. wurde jedoch nicht gebaut.
Im Falle des Ministeriums für regionale Entwicklung und der SFPI stellte das SAO erhebliche Mängel bei der Prüfungstätigkeit fest. So überprüfte das Ministerium beispielsweise häufig nicht die abschließende Bewertung oder die finanzielle Abrechnung der in der Endphase des Projekts gezahlten Subventionen. Die SFPI führte keine Vor-Ort-Kontrollen bei den Subventionsempfängern in dem gesetzlich vorgeschriebenen Umfang durch.
Da das Ministerium für regionale Entwicklung die Bedingungen, unter denen Ausgaben, die auf Grundstücken außerhalb einer registrierten Brachfläche getätigt wurden, förderfähig sind, nicht klar definiert hat, haben einige Subventionsempfänger das Verfahren falsch interpretiert. Ausgaben für Bauarbeiten auf Grundstücken außerhalb der Brachfläche wurden ebenfalls als erstattungsfähig geltend gemacht. Im Gegensatz dazu hat die SFPI klar festgelegt, dass Kosten, die ein integraler Bestandteil der Revitalisierung sind, aber außerhalb des revitalisierten Gebietes entstanden sind, nicht erstattungsfähig sind.
Die Prüfung des SAO ergab, daß das Ministerium für Regionalentwicklung auch einem Begünstigten eine Subvention gewährte, der im Antrag falsche Angaben darüber gemacht hatte, daß das Objekt/Gebiet nicht in einem Überschwemmungsgebiet von 100 Metern Wassertiefe liegt, obwohl es sich in einem solchen Gebiet befand. Das Ministerium zahlte auch für Bauarbeiten, die zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung nicht ausgeführt worden waren, da der Begünstigte die ursprünglich geplante Pflasterung während des Bauprozesses durch Granitblöcke ersetzt hatte, ohne das Ministerium darüber zu informieren.
Die ORKB hält es auch für einen Mangel, dass der einzige Parameter, der vom Ministerium für regionale Entwicklung und dem SFPI überwacht wird, die Anzahl der abgeschlossenen Verträge ist und nicht z.B. die Größe der revitalisierten Fläche. Die ORKB stellte auch fest, dass revitalisierte Flächen und rekonstruierte Gebäude in öffentlichem Besitz von Gemeinden, Städten und Regionen in der "Nationalen Datenbank für Brachflächen" verbleiben, obwohl sie nicht mehr der Definition einer Brachfläche entsprechen. Die ORKB empfiehlt daher, dass das Ministerium für regionale Entwicklung einen interministeriellen Informationsaustausch sicherstellt, der zu einer Aktualisierung der Daten in der Nationalen Datenbank für Brachflächen führen würde.
Einen Überblick über die revitalisierten Brachflächen aus der Kontrollstichprobe finden Sie hier: https://www.nku.cz/scripts/detail.php?id=13965.
Als Brachfläche wird ein Grundstück (Land, Standort, Gebäude) bezeichnet, das nicht ausreichend genutzt wird, vernachlässigt ist und möglicherweise kontaminiert ist. Brachflächen entstehen als Überbleibsel industrieller, landwirtschaftlicher, wohnwirtschaftlicher, militärischer oder anderer Aktivitäten und können ohne einen Prozess der Regeneration oder Revitalisierung nicht angemessen und effektiv genutzt werden. In der Tschechischen Republik sind insgesamt 4346 solcher Liegenschaften (Grundstücke, Gelände, Gebäude) in privatem, öffentlichem und kombiniertem Besitz in der "Nationalen Datenbank für Brachflächen" registriert.
SAO/ gnews.cz - RoZ
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