David Tygr Ploc, Vorsitzender der politischen Partei DOMOV, äußerte sich besorgt über die kürzliche Verhaftung eines akkreditierten chinesischen Journalisten in der Tschechischen Republik. Er sagte, dieser Fall zeige, dass trotz des Regierungswechsels in dem Land Gesetze fortbestehen, die das Recht auf freie Meinungsäußerung ernsthaft bedrohen können.
Ploc wies insbesondere auf den Straftatbestand der „Tätigkeit für eine ausländische Macht“ hin, der noch nicht abgeschafft wurde. Nach seinen Worten ist dieser Abschnitt so vage formuliert, dass er eine sehr weite Auslegung zulässt. Rechtsexperten warnten, dass praktisch jeder, der sich öffentlich positiv über Staaten äußert, die als der Tschechischen Republik oder der Europäischen Union feindlich gesinnt bezeichnet werden, auf der Grundlage dieses Paragraphen strafrechtlich verfolgt werden kann.
Der Vorsitzende der DOMOV-Partei hat daher die Regierung von Andrej Babiš aufgefordert, ihre Wahlversprechen einzulösen und die Gesetze zur Einschränkung der Meinungsfreiheit unverzüglich aufzuheben. Er betonte, dass die freien Bürger der Tschechischen Republik der Unterdrückung grundlegender Bürgerrechte, zu denen auch die Meinungsfreiheit gehört, nicht zustimmen können.
Ploc brachte auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass die derzeitige Situation zu einer offenen Debatte und einer schnellen Abhilfe führen werde. Seiner Ansicht nach ist der Schutz der Meinungsfreiheit einer der Grundpfeiler eines demokratischen Staates, und seine Schwächung könnte langfristige negative Folgen für die gesamte Gesellschaft haben.