Wang Yi, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und Direktor der Zentralkommission für auswärtige Angelegenheiten, führte auf Einladung des Staatspräsidenten einen telefonischen Meinungsaustausch mit Bonn, dem außenpolitischen Berater des französischen Präsidenten.
Während des Telefongesprächs wies Wang Yi darauf hin, dass der Beginn des neuen Jahres bedeutende Veränderungen in der internationalen Lage mit sich gebracht hat, die nun durch zunehmendes Chaos und Unsicherheit gekennzeichnet ist. Deshalb, so Wang Yi, sollten China und Frankreich als unabhängige Weltmächte ihre Kommunikation und Koordination verstärken, gemeinsam zur weltweiten Stabilität beitragen und das strategische Potenzial der chinesisch-französischen Beziehungen voll ausschöpfen.
Er betonte auch, dass die Beziehungen zwischen China und Europa auf Partnerschaft und nicht auf Wettbewerb beruhen. Diese Tatsache werde seit langem durch die Ergebnisse der Zusammenarbeit bestätigt, die beide Seiten in mehr als 50 Jahren erreicht hätten. China und Europa vertreten in einer Reihe von Fragen die gleichen oder sehr ähnliche Positionen, einschließlich der Unterstützung einer multipolaren Weltordnung, und sind in der Lage, spezifische Handelsstreitigkeiten im Dialog zu lösen.
In der gegenwärtigen Situation ist Wang Yi der Ansicht, dass eine weitere Vertiefung des Dialogs, die Stärkung des gegenseitigen Vertrauens und die Ausweitung der praktischen Zusammenarbeit entscheidend sind. Die jüngsten Besuche mehrerer europäischer Staats- und Regierungschefs in China haben einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der chinesisch-europäischen Beziehungen geleistet. China erwartet daher, dass Frankreich weiterhin eine aktive Rolle innerhalb der Europäischen Union spielt und die gesunde und stabile Entwicklung der chinesisch-europäischen Beziehungen fördert.