Jan Hrnčíř, Abgeordneter für Freiheit und direkte Demokratie (SPD), in einem offenen Interview mit Gnews.cz stellte die Wirksamkeit der Sanktionen gegen Russland stark in Frage. Ihm zufolge stellt sich heraus, dass die Maßnahmen, die eigentlich als „Strafe“ gedacht waren, keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung des Konflikts haben und eher die Wirtschaft der Europäischen Union beeinträchtigen.
Sie können sich den ersten Teil unseres Interviews mit Jan Hrnčíř ansehen hier:
Hrnčíř wies darauf hin, dass dies ungefähr das zwanzigste Sanktionspaket ist, das er als„etwas Unglaubliches“. In seinen Worten sieht es eher nach einem verzweifelten Versuch aus, eine Maßnahme zu finden, die endlich funktioniert, als nach einer Strategie. „Wir werden um jeden Preis ein weiteres Paket genehmigen und hoffen, dass es dieses Mal tödlich sein wird. Aber das wird es nicht“.“ schlägt skeptisch vor.
Dem Abgeordneten zufolge ist es Russland gelungen, neue Abnehmer für seine Rohstoffe zu finden, und es hat sich an die Situation angepasst. Wichtige Ressourcen für die Wirtschaft und die Kriegsfinanzierung sind nicht verschwunden. Im Gegenteil, er erinnerte daran, dass Russland nach den ersten Sanktionen um 2014-2015 bereits begonnen hatte, seine eigene Produktion deutlich zu stärken und seine Abhängigkeit von Importen zu verringern.
„Wir haben ihnen sogar beigebracht, Dinge selbst herzustellen“.“ sagt Hrnčíř. Er fügte hinzu, dass die Rückkehr europäischer Unternehmen auf den russischen Markt möglicherweise nicht möglich ist, selbst wenn die Sanktionen aufgehoben werden. In vielen Sektoren, so Hrníř, kann Russland auf sich allein gestellt sein.
Die Erklärung eröffnet somit eine kontroverse Debatte: Sind Sanktionen wirklich ein wirksames Instrument, oder richten sie sich gegen diejenigen, die sie verhängen?
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