PRAG - Die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in der Tschechischen Republik ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 1.699 Fälle gestiegen. Der Gesamtschaden belief sich auf 632 Millionen CZK, was einem Anstieg von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. sagte Polizeipräsident Martin Vondrášek auf einer Pressekonferenz. In den letzten fünf Jahren hat die Polizei mehr als 8.100 Cybervorfälle mit einem Gesamtschaden von über 3 Milliarden CZK registriert.
Nach Angaben der Polizei waren die häufigsten Ziele von Hackern im Jahr 2024 Unternehmen außerhalb des Bankensektors, Online-Shops und nun auch Schulen und Bildungseinrichtungen. "Die Angreifer entscheiden sich am häufigsten für Hacking, d.h. das Eindringen in Informationssysteme, oder den Missbrauch elektronischer Zahlungsmittel. Der größte Einzelschaden belief sich auf 5,6 Millionen CZK", so Vondrášek.
Statistiken des tschechischen Bankenverbands zeigen, dass der durchschnittliche Verlust pro betrogenem Kunden gesunken ist - während er im Jahr 2022 durchschnittlich 32.000 CZK betrug, lag er im vergangenen Jahr bei 16.000 CZK. "Die Angreifer werden immer raffinierter und heimtückischer. Die Zahl der Fälle und ihre Raffinesse nehmen zu. Sicherheitsvorkehrungen sind heute ein Muss", betonte er.
Blažek zufolge hat die ČSOB in Zusammenarbeit mit der Polizei der Tschechischen Republik bisher mehr als eine Million Menschen in Cybersicherheit geschult. Jetzt liegt der Fokus auf Unternehmen, Unternehmern und öffentlichen Einrichtungen. Gemeinsam mit Mastercard ist geplant, Vertreter von einer Viertelmillion Einrichtungen zu schulen - von Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften bis hin zu Schulen, Gemeinden und Krankenhäusern.
"Unser Ziel ist es, diese Gruppen besser für die wachsenden digitalen Bedrohungen zu wappnen. Wir wollen andere Akteure auf dem Markt inspirieren", fügte Blažek hinzu.
Laut Jana Lvová, CEO von Mastercard für die Tschechische Republik und die Slowakei, ist digitales Vertrauen die Grundlage für eine stabile Wirtschaft. Eine Umfrage unter IT-Fachleuten in tschechischen und slowakischen Unternehmen ergab, dass 95 % von ihnen einem Cyberangriff ausgesetzt waren. Fast die Hälfte der Unternehmen verzeichnete eine Zunahme der Angriffe, wobei Phishing, Scamming und Malware die häufigsten Methoden waren.
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