Die Ausfälle der ETCS-Signalanlagen Mitte und Ende März haben eine große Schwäche der tschechischen Eisenbahn gezeigt. Ein großer Teil des Zugverkehrs hängt von einer neuen Technologie ab, die plötzlich ausfiel. Einige Verbindungen verzögerten sich um bis zu zwei Stunden, und die Züge fuhren mit reduzierter Geschwindigkeit. Die Tschechische Republik hat erst vor drei Monaten auf das moderne europäische ETCS-System umgestellt. Bislang funktioniert es auf 600 Kilometern von Korridorstrecken.
Das alte System, der Czech Line Train Controller, war für die Zukunft nicht mehr vorgesehen. Es bewahrte die meisten Züge davor, während eines ETCS-Ausfalls unbeweglich auf dem Feld zu stehen. Tatsächlich schalteten die Lokführer nahtlos auf das ursprüngliche Signalsystem als Alternativlösung um.
Jetzt räumt der Staat ein, dass die Absicht, sich des alten Signalsystems zu entledigen, als die Lichtsignale auf den Strecken buchstäblich aufgehoben und abgebaut werden sollten, übereilt war. Es wird noch mindestens zwei Jahre lang in Betrieb bleiben.
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