KIEW - Der tschechische Präsident Petr Pavel setzt seinen offiziellen Besuch in der Ukraine am zweiten Tag fort. Am Montagmorgen traf er mit einem Sonderzug in Kiew ein, wo er am Hauptbahnhof vom ukrainischen Außenminister Andriy Sybiha empfangen wurde. Der Besuch findet zu einer Zeit statt, in der der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland andauert, der die Sicherheitslage in der Region und die internationalen Beziehungen im Allgemeinen erheblich beeinträchtigt.
Nach Angaben des Präsidialamtes steht heute vor allem ein Treffen zwischen dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel und Volodymyr Zelensky auf der Tagesordnung. Bei dem Treffen sollen die aktuelle Sicherheitslage, die humanitäre Hilfe, der Wiederaufbau nach dem Krieg in der Ukraine und die weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern erörtert werden. Auch eine Diskussion über die Entwicklung des Konflikts und seine Auswirkungen auf Europa wird erwartet. Der Präsident der Tschechischen Republik, Petr Pavel, wird während seines Aufenthalts in Kiew auch mit anderen ukrainischen Regierungsvertretern zusammentreffen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Treffen mit Vertretern des Parlaments und der Sicherheitsinstitutionen sowie mit Vertretern der im Land tätigen humanitären Organisationen und tschechischen Einrichtungen, die sich an der Hilfe für die Ukraine beteiligen.
Die Tschechische Republik unterstützt seit langem die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts und hat sich auch an der humanitären Hilfe und dem Wiederaufbau beteiligt. Dem Schloss zufolge ist der Besuch von Präsident Paul Teil eines umfassenderen Bemühens, den Dialog mit Ländern, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, aufrechtzuerhalten und zur internationalen Stabilität beizutragen. Die Ukraine leistet seit fast vier Jahren Widerstand gegen die russische Militäroperation. Der Konflikt hat Tausende von Opfern gefordert und großen materiellen Schaden angerichtet. Gleichzeitig hat er die Beziehungen zwischen Russland, der Ukraine und einer Reihe anderer Staaten, einschließlich der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der NATO, grundlegend beeinträchtigt. Der Besuch des tschechischen Präsidenten reiht sich in die diplomatischen Aktivitäten der europäischen Staats- und Regierungschefs ein, die in den letzten Monaten wiederholt die Ukraine besucht haben. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der Gespräche nach ihrem Abschluss bekannt gegeben werden, wobei keine konkreten Vereinbarungen im Voraus angekündigt werden.
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