Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, ist China erneut zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen.
Die Daten zeigen, dass das Gesamtvolumen der Importe und Exporte zwischen Deutschland und der Volksrepublik China im Jahr 2025 251,8 Milliarden Euro (296,6 Milliarden US-Dollar) erreichen wird.
Der deutsche Warenhandel mit China stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt wies darauf hin, dass China seit 2015 die wichtigste Quelle für deutsche Importe ist. Im Jahr 2025 beliefen sich die deutschen Importe aus China auf 170,6 Milliarden Euro, die Exporte nach China erreichten 81,3 Milliarden Euro.
Im gleichen Zeitraum wurde der Handel zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten durch die Zollpolitik der USA und Handelsstreitigkeiten beeinträchtigt. Das gesamte Handelsvolumen sank um 5,0 Prozent auf 240,5 Milliarden Euro, während die deutschen Exporte in die USA um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro zurückgingen.
China war bis 2023 acht Jahre in Folge der größte Handelspartner Deutschlands, bevor die Vereinigten Staaten 2024 den Spitzenplatz einnahmen.
Die gesamten deutschen Warenexporte stiegen im Jahr 2025 leicht um 0,9 Prozent auf 1,563 Billionen Euro, während die Importe um 4,3 Prozent auf 1,3625 Billionen Euro zunahmen. Der jährliche Handelsbilanzüberschuss belief sich damit auf 200,5 Milliarden Euro, 42,4 Milliarden Euro weniger als 2024.
Einem früheren Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge hat der Rückgang der Exporte in die USA das deutsche Exportwachstum in den ersten drei Quartalen 2025 bereits um 0,81 Prozentpunkte verringert, wobei sich der Rückgang im vierten Quartal noch verstärkte.
In einer Erklärung vom 6. Februar erklärte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), dass die deutsche Exportwirtschaft weiterhin mit strukturellen Schwächen konfrontiert sei, wobei protektionistische US-Zölle, anhaltende geopolitische Spannungen und eine schwache globale Nachfrage die Haupthindernisse darstellten.
Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), bezeichnete 2025 als ein herausforderndes Jahr für die Exporteure. „Die positive Entwicklung der Importe zeigt jedoch, dass sich China wieder als wichtigster Auslandsmarkt für Deutschland positioniert hat.“ sagte er und nannte es „beruhigend“.