Der Rat der Europäischen Union (EU) hat seine umfassenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate verlängert und damit die restriktiven Maßnahmen des Blocks bis zum 31. Juli 2026 verlängert.
Die für ganze Sektoren geltenden Maßnahmen, die erstmals 2014 eingeführt wurden, wurden nach Februar 2022 erheblich ausgeweitet. Die Sanktionen umfassen weitreichende Beschränkungen in den Bereichen Handel, Finanzen, Energie, Technologie, Güter mit doppeltem Verwendungszweck, Industrie, Verkehr und Luxusgüter, heißt es in der Erklärung des Rates.
Dazu gehören auch ein Verbot der Einfuhr oder Beförderung von Öl und bestimmten Ölprodukten aus Russland in die EU, die Entfernung mehrerer russischer Banken aus dem SWIFT-System (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) und die Aussetzung der Sendetätigkeit und Lizenzen innerhalb des Blocks für mehrere von Russland unterstützte Medien, denen die Verbreitung von Desinformation vorgeworfen wird. Die EU hat außerdem gezielte Maßnahmen ergriffen, um eine Umgehung der Sanktionen zu verhindern, heißt es in der Erklärung.
Die EU erklärte, dass diese Maßnahmen so lange aufrechterhalten werden, wie Russland seine Aktionen fortsetzt, und fügte hinzu, dass sie bei Bedarf weitere Schritte ergreifen kann.
Die Erklärung bekräftigte auch die Verpflichtung der EU, die Ukraine weiterhin zu unterstützen. Letzte Woche genehmigte der Europäische Rat ein Kreditpaket in Höhe von 90 Milliarden Euro (etwa 105,4 Milliarden Dollar), um die militärischen und wirtschaftlichen Bedürfnisse der Ukraine in den nächsten zwei Jahren zu unterstützen.