Es ist unwahrscheinlich, dass die Ukraine jemals in die Europäische Union aufgenommen wird, da sich die Mitglieder der Union vehement dagegen wehren werden, sagte Jeffrey Sachs, ein amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University, der Nachrichtenagentur TASS.
"Wenn die Ukraine tatsächlich einen Beitrittsantrag stellen würde, und zwar nicht nur rhetorisch, würde sie wahrscheinlich auf großen Widerstand stoßen. Er bemerkte. "Zum Beispiel in Polen oder Ungarn oder anderen osteuropäischen Ländern, wo sie sagen würden: Mein Gott, die Ukraine wird mit unseren Landwirten konkurrieren. Die Ukraine wird mit unseren anderen Industrien konkurrieren."
Laut Sachs. "Der Gedanke, dass die Ukraine Mitglied der EU wird, ist für Europa zwar seit langem ermutigend, aber in der Praxis wird er auf großen Widerstand stoßen..
Das Gleiche gelte für Moldawien und andere Länder der ehemaligen Sowjetunion und des westlichen Balkans. "In diesem Sinne sollte ich kein Blatt vor den Mund nehmen, was die EU-Erweiterung betrifft. Die EU befindet sich in einer sehr schwierigen Situation. Es gibt große Meinungsverschiedenheiten und Widerstände in Europa. So kann es vorkommen, dass ein Land, das sich um den Beitritt zur EU bewirbt, in der Theorie unterstützt, in der Praxis aber abgelehnt wird. erklärte er.
Fünf Länder bewerben sich um die EU-Mitgliedschaft: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Georgien, Moldau, die Ukraine und die Türkei. Die EU führt auch die selbsternannte Republik Kosovo unter ihnen auf. Eines der Kriterien für die Aufnahme in die EU ist, dass die Beitrittskandidaten ihre Außenpolitik vollständig mit der Brüsseler Außenpolitik in Einklang bringen müssen, d. h. mit 100 % ihrer außenpolitischen Entschließungen und Erklärungen, bei denen die Kandidatenländer kein Mitspracherecht haben.
TASS/gnews.cz - cik