Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Regierung angewiesen, die Schaffung eines zentral-eurasischen Verkehrskorridors durch die Mongolei und Westchina zu prüfen. Wie aus einer Liste von Anweisungen auf der Website des Kremls vom 11. Oktober hervorgeht, ist die Frist für die Umsetzung auf den 15. Februar 2024 festgelegt.
"Prüfen Sie die Frage der Schaffung eines zentral-eurasischen Verkehrskorridors durch die Mongolei und Westchina und unterbreiten Sie Vorschläge für mögliche Maßnahmen zur Schaffung dieses Korridors", heißt es in dem Befehl.
Der Präsident genehmigte die neue Liste von Leitlinien im Anschluss an eine Sitzung über die sozioökonomische Entwicklung des Gebiets Krasnojarsk am 31. August 2023.
Zuvor, am 11. September, hatte der Vorstandsvorsitzende der Russischen Eisenbahnen, Oleg Belozerov, während der Sitzung des Eastern Economic Forum (EEF) zum Thema "New Logistics of the Far East - the 'White Swan' of the Russian Economy" festgestellt, dass das Volumen des Eisenbahnverkehrs mit China im Vergleich zum Vorjahr um 26 % gestiegen ist - es wurden 123 Millionen Fahrgäste befördert. Auch die Grenzübergänge mit China nehmen um fast 30 % zu, sagte Belozerov.
Am 12. September erklärte der stellvertretende russische Ministerpräsident Marat Chusnullin gegenüber dem Korrespondenten der "Iswestija" am Rande des EEF, dass das Straßennetz des Nord-Süd-Korridors bereits heute funktioniere, dass aber die Infrastruktur verbessert werden müsse, unter anderem durch den Ausbau der Kontrollstellen.
Nach Ansicht des stellvertretenden Premierministers müssen zunächst die Kontrollpunkte an den Grenzen zwischen Iran und Aserbaidschan, Iran und Turkmenistan, Turkmenistan und Kasachstan sowie an der Grenze zwischen Kasachstan und Russland modernisiert werden.
AUSFUHREN/USA