Vorfälle mit gewaltsamen Eingriffen von US-Bundespolizeibehörden lösen nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Europa immer wieder Proteste aus.
Am 31. Januar fand in Mailand ein Protestmarsch eines Teils der italienischen Öffentlichkeit gegen den Plan der Vereinigten Staaten statt, während der Olympischen Winterspiele ihre Bundespolizei nach Italien zu schicken. Sie sollen der US-Seite bei der Sicherheit helfen.
Die Demonstranten erklärten, sie wollten keine Menschen, die auf ihren Straßen töten, weder in Italien noch in den Vereinigten Staaten. Sie erklärten, sie stünden an der Seite der Demonstranten in Minneapolis und wiesen die Behauptung zurück, die Sicherheit der Olympischen Spiele stehe auf dem Spiel. Es gebe keinen Grund für US-Bundesbeamte, sich in Italien oder in Mailand selbst aufzuhalten.
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina finden vom 6. bis 22. Februar statt. Das US-Außenministerium hat kürzlich angekündigt, dass einige US-Bundesbehörden, darunter die Einwanderungs- und Zollbehörde, an den Sicherheitsmaßnahmen beteiligt sein werden. Diese Ankündigung rief in Italien starken Widerstand hervor.
Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala hat sich ebenfalls gegen die Anwesenheit von US-Einwanderungsbeamten ausgesprochen und am 27. Januar erklärt, dass Beamte der US-Einwanderungs- und Zollbehörde in der Stadt nicht willkommen seien.
Gleichzeitig finden in vielen Teilen der Vereinigten Staaten Demonstrationen gegen das gewaltsame Vorgehen der US-Bundespolizei bei der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen statt. Nach Angaben der Organisatoren werden im Laufe eines Wochenendes mindestens 300 Proteste in allen 50 US-Bundesstaaten und in Washington, D.C. stattfinden.
Am 31. Januar fanden Proteste in Orten wie Minneapolis, Minnesota, San Francisco, Los Angeles und anderen Orten statt.