Neues Usbekistan - neue strategische Partnerschaft
In den letzten Jahren hat Usbekistan in seiner Außenpolitik erhebliche Veränderungen vollzogen. Die Aktivitäten des Landes auf der internationalen Bühne, seine Beteiligung an regionalen und globalen Fragen und sein Einfluss in internationalen Organisationen haben erheblich zugenommen. In diesem Prozess nehmen die Beziehungen zwischen Usbekistan und den Vereinigten Staaten einen besonderen Platz ein. Historisch gesehen hat die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern verschiedene Phasen durchlaufen. Heute kann man jedoch mit Sicherheit sagen, dass eine neue Ära der strategischen Partnerschaft begonnen hat.
Diese Fortschritte sind vor allem auf die proaktive und konstruktive Außenpolitik von Präsident Shavkat Mirziyoyev und seine konsequenten Bemühungen um interne Reformen auf der Grundlage von Offenheit und Modernisierung zurückzuführen. Seine auf Transparenz und Engagement basierende Strategie hat nicht nur in Usbekistan, sondern auch im Ausland großes Interesse und Unterstützung gefunden. Die Vereinigten Staaten als einer der wichtigsten Partner Usbekistans unterstützen diese Veränderungen aktiv und sind eindeutig bestrebt, die Zusammenarbeit in allen Bereichen auszubauen.
Die Teilnahme von Präsident Mirziyoyev am diesjährigen Gipfeltreffen zum 80-jährigen Bestehen der Vereinten Nationen in New York ist nicht nur für die Arbeit Usbekistans in der UNO von Bedeutung, sondern bietet auch die Gelegenheit, die bilateralen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auf eine neue Ebene zu heben.

Präsident auf einer hochkarätigen Plattform
Die Rede des Präsidenten vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen spiegelt erneut die Position Usbekistans zu wichtigen globalen Fragen wider. Die globale Sicherheit, die Ziele für nachhaltige Entwicklung, der Kampf gegen den Klimawandel und die Reform der internationalen Finanzarchitektur gehören zu den drängendsten Fragen, die die Zukunft der Menschheit bestimmen. Indem der usbekische Staatschef von dieser hohen Plattform aus spricht, bestätigt er die aktive Position und die wachsende globale Verantwortung des Landes.
Die Bedeutung dieses Besuchs geht jedoch über die Rede selbst hinaus. Die bilateralen Treffen und strategischen Vereinbarungen, die während des Gipfels getroffen wurden, eröffneten ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Usbekistan und den Vereinigten Staaten.
Historische Vereinbarung mit Boeing
Einer der Höhepunkte des Besuchs war das Treffen von Präsident Mirziyoev mit Brendan Nelson, Präsident von Boeing Global. Die Vereinbarung über den Kauf von 22 Boeing 787 Dreamliner-Flugzeugen ist von historischer Bedeutung für den usbekischen Luftfahrtsektor. Der Gesamtwert der Transaktion wird auf 8 Milliarden Dollar geschätzt.
Damit wird nicht nur die Flotte von Uzbekistan Airways modernisiert, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Integration des Landes in die globale Transportlogistik gemacht. Ein Festvertrag über 14 Flugzeuge und Optionen für weitere 8 Flugzeuge bilden die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit. Die ersten Auslieferungen sind für das Jahr 2031 geplant.

Die positive Reaktion des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump auf das Abkommen und seine herzlichen Glückwünsche an Präsident Mirziyoyev unterstreichen das wachsende politische und wirtschaftliche Vertrauen zwischen den beiden Ländern.
In den letzten Jahren war eine der Hauptrichtungen der Außenpolitik Usbekistans die aktive Teilnahme an der globalen Arena und die Anerkennung durch die internationale Gemeinschaft als verantwortungsvoller Partner. Die regelmäßige Teilnahme von Präsident Shavkat Mirziyoyev an der UN-Generalversammlung und die Initiativen, die er dort vorstellt, sind zu einem Symbol für die Reformen in der Außenpolitik des Landes geworden. In seinen Reden vertritt Mirziyoyev die Stimme Taschkents als Verfechter der demokratischen Erneuerung, der Menschenrechte, der Gleichstellung der Geschlechter, der Interessen der Jugend und der Umweltsicherheit.
Die diplomatische Tätigkeit beschränkt sich jedoch nicht auf politische Initiativen. Sie entwickelt sich in enger Verbindung mit der wirtschaftlichen Dimension der internationalen Zusammenarbeit.
Die Situation kann daher aus zwei Perspektiven analysiert werden. Erstens ist das Abkommen von strategischer Bedeutung für Usbekistan. Die Modernisierung der nationalen Flotte wird dazu beitragen, das Land zu einem regionalen Luftfahrtdrehkreuz zu machen, was den Zustrom von Touristen und Investitionen fördern wird. Gleichzeitig stärkt ein solches Abkommen in großem Maßstab das Image Usbekistans als offene, in die internationalen Finanzmärkte integrierte Volkswirtschaft und als zuverlässiger Partner.
Zweitens ist das Abkommen von erheblicher geoökonomischer Bedeutung für die Vereinigten Staaten. Für Boeing bedeutet der Multi-Milliarden-Dollar-Auftrag einen starken Impuls für die heimische Produktion und den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus hat Washington die Möglichkeit, seinen Einfluss in Zentralasien zu stärken und den Grundstein für eine strategische Partnerschaft mit Taschkent zu legen.
Zusammengenommen zeigen Mirziyoyevs Initiativen von der UN-Tribüne aus und der Grand Bargain mit Boeing ein neues Modell für die Außenpolitik Usbekistans: Steigerung des internationalen Prestiges durch globale Diplomatie und Erzielung praktischer Ergebnisse durch strategische Wirtschaftsabkommen. Diese beiden Trends, die miteinander harmonieren, prägen das neue Image des Landes.
Heute setzt sich Taschkent auf der internationalen Bühne für Frieden, Bildung und nachhaltige Entwicklung ein, während es im wirtschaftlichen Bereich durch wichtige Abkommen und Investitionskooperationen in globale Prozesse eingebunden ist. Die Einzigartigkeit des außenpolitischen Stils von Mirziyoyev liegt in seiner Fähigkeit, politische Initiativen mit greifbaren wirtschaftlichen Ergebnissen harmonisch zu verbinden.
Deshalb verfolgen die Stimme vom UN-Podium und das Dreamliner-Abkommen mit den USA ein gemeinsames Ziel: den Aufbau einer neuen globalen Identität für Usbekistan und die Konsolidierung seines wachsenden Einflusses in den internationalen Beziehungen.
Finanzarchitektur und Reformen
Ein weiterer wichtiger Schritt war das Treffen von Präsident Mirziyoyev mit der Geschäftsführenden Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva. Georgieva bezeichnete die Reformen Usbekistans als unumkehrbar und sicherte die feste Unterstützung des Fonds für die Transformationsagenda des Landes zu.
Dank der Zusammenarbeit mit dem IWF erzielt Usbekistan konkrete Ergebnisse bei der Stärkung der makroökonomischen Stabilität, der Verbesserung der Steuerverwaltung und der Reform des Haushaltssystems. Diese Maßnahmen stärken die finanzielle Widerstandsfähigkeit des Landes und schaffen ein zuverlässigeres Umfeld für Investoren.
Dialog mit führenden US-Unternehmen
Während des Besuchs fand eine Reihe von Treffen mit wichtigen US-Unternehmen und Forschungseinrichtungen statt. Unter ihnen:
- Traxys - Im Explorations- und Produktionssektor wurde ein Projektportfolio im Wert von 1 Mrd. USD geschaffen. Ein Fahrplan zur Einführung fortschrittlicher Technologien im Bergbau und in der Mineralienverarbeitung wurde unterzeichnet.
- FLSmidth, McKinsey, Go Green Partners und andere erörterten Möglichkeiten zum Ausbau der strategischen Zusammenarbeit.
- Die Kapitalisierung dieser Unternehmen beträgt zusammen mehr als 20 Mrd. USD, was der usbekischen Wirtschaft beträchtliche Möglichkeiten eröffnet.
Darüber hinaus traf der Präsident mit Adebayo Ogunlesi, dem Chief Executive Officer von BlackRock, zusammen. Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 11 Billionen Dollar ist BlackRock eines der größten Finanzinstitute der Welt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Verkehr und Wasserinfrastruktur.
Einbindung in die globale Finanzelite
Präsident Mirziyoyev traf auch mit Ajay Banga, Präsident der Weltbankgruppe, John Dugan, Vorsitzender der Citigroup, Jenny Johnson, Präsidentin und CEO von Franklin Templeton, Cathinka Wahlstrom, Chief Commercial Officer von BNY, und Brian Friedman, Präsident von Jefferies, zusammen.
Diese Treffen zeigten das starke Interesse der US-Finanzmärkte und führender Investitionsgesellschaften an der usbekischen Wirtschaft. Vereinbarungen über spezifische Bereiche der Zusammenarbeit und die Einrichtung gemeinsamer Arbeitsgruppen werden zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen.
Fazit - ein Schritt in eine neue Phase

Der Besuch von Präsident Shavkat Mirziyoyev in New York markierte einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte der Beziehungen zwischen Usbekistan und den Vereinigten Staaten. Sein Rückzug von der UN-Tribüne, die mit amerikanischen Unternehmen und Finanzinstitutionen unterzeichneten Abkommen und die Vertiefung des politischen Vertrauens und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sind eindeutige Indikatoren dafür, dass eine neue Phase der strategischen Partnerschaft begonnen hat.
Das Ziel ist klar: Das wirtschaftliche Potenzial Usbekistans soll gestärkt, ein aktiver Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen geleistet und eine breit angelegte Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten ausgebaut werden. Diese Ziele dienen nicht nur den Interessen beider Länder, sondern fördern auch Stabilität und Wohlstand in der gesamten Region.
Bekhruz Khudoyberdiev, UzA