Die Schönheit der Lavendelblüte wurde von Dichtern in Persien, Griechenland und Rom schon vor Jahrhunderten besungen. Römische Soldaten nutzten Lavendel zur Wundheilung und zur Beruhigung der Nerven. Julius Cäsar schätzte seine beruhigende Wirkung nach einem anstrengenden Tag im Senat. Die Römer verwendeten ihn regelmäßig in ihren Bädern. Der Name selbst ist mit dem Bad verbunden – "lavare" bedeutet waschen, reinigen. Benediktinermönche brachten den Lavendel über die Alpen. Es heißt, dass Lavendel auch als eine Art Aphrodisiakum diente. Er sollte den Körper und die Seele reinigen und böse Geister sowie unreine Gedanken vertreiben.
Der medizinische Lavendel ist eine sehr alte Kulturpflanze. Alle krautigen Teile duften intensiv, wenn sie zerrieben werden. Er wird daher hauptsächlich in der Parfümerie, aber auch in der Pharmazie verwendet. Er wurde zum Waschen, zur Abwehr verschiedener Insektenarten, aber auch in der Küche als ausgeprägtes Gewürz eingesetzt. Das Öl wird zu Bädern hinzugefügt und für Massagen verwendet. Lavendelwasser ist sehr bekannt, insbesondere das aus Köln, das als "Kölnisch Wasser" bekannt ist. Lavendel ist eine sehr dekorative Pflanze, die Gärten verschönert und in Töpfen angebaut werden kann. Er kann in zahlreichen Arrangements sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden.
Heilwirkungen
Ein bitterer Sud aus Lavendel half bei Leberproblemen und zur Beruhigung der Nerven. Es wurde behauptet, dass Lavendelpflücker vor Tuberkulose geschützt waren.
Lavendel enthält ätherische Öle wie Ocimen, Pinen, Kampfer, Geraniol, Linalol, Citronellal, Citral sowie Cumarin, Tannine, Flavonoide, Saponine usw. Er wirkt beruhigend, reduziert Reizbarkeit und Stress. Er hat eine beruhigende Wirkung, kann bei Depressionen, Migräne und chronischer Nervosität eingesetzt werden. Er hilft bei Schlafstörungen. Er lindert Verdauungsbeschwerden und Blähungen. Das Inhalieren hilft bei Atemwegsbeschwerden und Erkältungen.
Herkunft und Beschreibung der Pflanze
Der medizinische Lavendel (Lavandula angustifolia), auf Slowakisch "levanduľa úzkolistá", ist eine der bekanntesten und am häufigsten angebauten mediterranen Pflanzen in Deutschland. Er gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Lavendel stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum, wächst in den wärmeren Teilen Europas, wird angebaut und manchmal auch verwildert. Er wächst auf sonnigen Hängen mit gut durchlässigem Boden. In Deutschland kommt es zur Verwildung hauptsächlich in Süd-Mähren. Es handelt sich um einen niedrigen, reich verästelten Halbstrauch. Die Wurzel ist pfahlförmig und dringt tief in den Boden ein. Die Stängel sind aufrecht bis gerade. Die Höhe der Pflanzen beträgt in der Regel 30 bis 60 cm. Der untere Teil verholzt frühzeitig. Die krautigen Zweige sind vierkantig mit anliegenden, linearen Blättern. Kleine, violette Blüten wachsen in fünf- bis zehnblütigen Quaste und bilden dichte Blütenstände. Die Blüten vieler Kultivare können weiß, rosa, graublau bis himmelblau, tief violett usw. sein. Die Frucht ist ein schwarzer, glänzender Kapsel. Neben dem oben genannten medizinischen Lavendel wird auch der spanische Lavendel (Lavandula stoechas) angebaut, der attraktive Blütenstände in einer noch größeren Farbpalette aufweist. Unter unseren Bedingungen überwintert er jedoch nicht zuverlässig.
Sud aus Lavendelblüten
Zwei Esslöffel Blüten werden mit 150 ml heißem Wasser übergossen und 5 Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Er wird vor dem Essen getrunken, um den Appetit anzuregen. Nach dem Essen wirkt er gegen Blähungen und verbessert die Verdauung. Abends beruhigt er und fördert einen ruhigen Schlaf. Das Inhalieren wirkt gegen Erkältungen.
Mischung gegen Stress
Gleiche Mengen Lavendel-, Rosen-, Linden-, Johanniskraut- und Melissenblätter werden vermischt. Der Sud wird etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Er wird bis zu 3 Mal täglich nach Bedarf getrunken.
Aromatisches, beruhigendes Bad
Für den Sud benötigen Sie etwa 30 g Lavendelblüten, 20 g Baldrianblätter und 10 g Rosenblütenblätter. Lassen Sie die Zutaten 10 Minuten ziehen und geben Sie den Sud dann ins Badewasser.
Lavendelsirup
Dieser Sirup eignet sich hervorragend für verschiedene Getränke und verleiht aromatischen Desserts eine besondere Note. Lösen Sie 250 g Zucker in 3 dl Wasser auf und erhitzen Sie den Zucker, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Nehmen Sie den Topf vom Herd und geben Sie eine Handvoll Lavendelblüten hinzu. Lassen Sie die Mischung über Nacht ziehen und seihen Sie sie dann ab.
Sud gegen Migräne
Mischen Sie gleiche Mengen Lavendelblüten, Johanniskrautblüten, Rosmarinblätter, Baldrianblätter und Kamillenblüten. Übergießen Sie die Mischung mit heißem Wasser und lassen Sie sie 10 Minuten ziehen. Trinken Sie den Sud bei Bedarf bis zu 3 Mal täglich.
Sud gegen Blähungen
Mischen Sie gleiche Mengen Lavendelblüten, Baldrianblätter, Pfefferminz und Fenchelfrüchte. Fügen Sie zusätzlich Weißdornblätter und -blüten hinzu. Übergießen Sie die Mischung mit heißem Wasser und lassen Sie sie 10 Minuten ziehen. Trinken Sie den Sud bei Bedarf bis zu 3 Mal täglich.
Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von dem Magazin Sféra veröffentlicht.
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