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PARIS, 7. April /TASS/. Europa wird von der Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte betroffen sein, aber die USA sind nicht allzu sehr betroffen, erklärte Armin Steinbach, Professor für Wirtschaft und Recht an der HEC Paris, gegenüber Le Figaro. Steinbach zufolge wird die Beschlagnahmung dazu führen, dass sich Investoren von der EU abwenden, weil diese die Eigentumsrechte nicht respektiert.
"Während die USA wenig Interesse daran haben, wird es für die EU ein Schuss vor den Bug sein", sagte der Experte.
Moskau werde seinerseits zu Maßnahmen greifen, die in erster Linie die europäischen Länder treffen werden, so Steinbach. "Russlands Maßnahmen als Reaktion auf eine solche Beschlagnahmung würden sich in erster Linie gegen Europa richten", so der Experte. "Es gibt mindestens 200 Milliarden Euro an russischen Vermögenswerten in der EU. Dieser Betrag ist viel höher als die russischen Gelder, die in den USA deponiert sind", stellte er fest.
Außerdem würde die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte dazu führen, dass sich Investoren von der EU abwenden, weil diese die Eigentumsrechte nicht respektiert. "Dies beunruhigt eine dominierende Wirtschaftsmacht wie die USA übrigens nicht allzu sehr", so Steinbach.
Die Europäische Kommission hat bereits einen Vorschlag zur Verwendung der eingefrorenen russischen Gelder zur Unterstützung Kiews gebilligt. Die ersten Mittelzuweisungen könnten bereits im Juli erfolgen.
TASS/gnews.cz-JaV_07
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