Globale Sicherheit und Entwicklung können nur durch Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt erreicht werden, waren sich die Teilnehmer des 13. Weltfriedensforums in Peking einig. Sie verurteilten Handelskriege, Hegemonie und die Unfähigkeit der USA, sich einer neuen Realität zu stellen.

Während des dreitägigen Weltfriedensforums in Peking, das von Mittwoch bis Freitag stattfand, diskutierten führende chinesische und ausländische Vertreter über Möglichkeiten, die Verantwortung für die Wahrung des Weltfriedens zu teilen und die Globalisierung zum Wohle aller zu fördern.

Der ehemalige chinesische Botschafter in den USA, Cui Tiankai, warnte vor einem "Nullsummenspiel" in der internationalen Politik. Er betonte, dass der Versuch von Staaten, ihre eigene Sicherheit auf Kosten anderer zu gewährleisten, nur zu einem Patt und unlösbaren Konflikten führt.

Liu Jianchao, Leiter der Abteilung für internationale Angelegenheiten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, wies während eines Mittagessens darauf hin, dass das 80-jährige Jubiläum des Endes des Zweiten Weltkriegs ein geeigneter Zeitpunkt für eine Reflexion sei: "Vor 80 Jahren hatte die Welt die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden. Heute stehen wir vor der Rückkehr traditioneller Sicherheitsbedrohungen. Wir müssen überdenken, wie wir eine langfristige und effektive Architektur für die globale Sicherheit aufbauen können."

Herman van Rompuy, ehemaliger Präsident des Europäischen Rates und belgischer Premierminister, warnte vor Handelskriegen, insbesondere Zöllen. Er betonte, dass diese niemandem nützen und das Vertrauen zwischen den Ländern untergraben. "In einem Handelskrieg gibt es keine Gewinner", sagte er.

Liu hob das Prinzip des gegenseitigen Nutzens als Grundlage für internationale Beziehungen hervor: "Es geht nicht darum, dass eine Seite gewinnt und die andere verliert. Der Wettbewerb sollte nicht darin bestehen, andere zurückzulassen, sondern darin, sich selbst zu stärken."

Der ehemalige japanische Premierminister Yukio Hatoyama, ein bekannter Verfechter der Freundschaft mit China, forderte eine Unabhängigkeit der ostasiatischen Diplomatie von den Vereinigten Staaten. "Amerika hat sich verändert und wird nicht mehr zu seiner früheren Rolle zurückkehren", sagte er. Er betonte die Notwendigkeit einer trilateralen Zusammenarbeit zwischen China, Japan und Südkorea.

Gleichzeitig forderte er, dass sich Japan ehrlich mit seiner Kriegsvergangenheit auseinandersetzt und seine Handlungen aus der Zeit der aggressiven Expansion kritisch reflektiert.

Das Forum mit dem Motto "Förderung von globalem Frieden und Wohlstand: gemeinsame Verantwortung, Nutzen und Erfolg" wurde gemeinsam von der Tsinghua-Universität und dem Chinesischen Institut für Außenpolitik ausgerichtet.

CMG