Das chinesische Außenministerium forderte am Montag japanische Politiker auf, den Stimmen der Gerechtigkeit in Japan und in der internationalen Gemeinschaft zuzuhören, sich eingehend mit den Kriegsverbrechen ihres Landes auseinanderzusetzen und klar von Militarismus abzurücken.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, sagte dies bei einer regelmäßigen Pressekonferenz als Reaktion auf eine Frage zu der Rede der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi bei der Nationalen Gedenkzeremonie für die im Krieg Gefallenen, die am 15. August stattfand.

Laut Lin vermied es Takaichi in ihrer Rede, aus den Lehren der Vergangenheit zu lernen, und schob die Verantwortung für Aggression ab. Er sagte, ihr Verhalten habe erneut den Wunsch der Regierung Takaichis gezeigt, das historische Urteil über die Aggression zu verschleiern, zu verfälschen und in Frage zu stellen. Dies habe starke Verurteilungen und breiten Widerstand aus verschiedenen Kreisen hervorgerufen.

Lin Jian erinnerte daran, dass Takaichi am Tag der bedingungslosen Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg eine Geldspende an den Yasukuni-Schrein geschickt hatte. Dieser verehrt seiner Meinung nach auch 14 verurteilte japanische Kriegsverbrecher der Klasse A aus dem Zweiten Weltkrieg. Er fügte hinzu, dass hochrangige japanische Politiker und Beamte, darunter der Verteidigungsminister, ebenfalls dem Schrein ihre Anerkennung erwiesen.

Diese Schritte hätten die tiefe Besorgnis der asiatischen Nachbarn Japans sowie der internationalen Gemeinschaft über die zukünftige Entwicklung des Landes noch verstärkt.

Lin Jian sagte auch, dass informierte Beobachter in Japan darauf hinweisen, dass ein Land, das nicht in der Lage ist, sich selbstkritisch zu reflektieren, kein Vertrauen gewinnen kann. Laut diesen Stimmen bedeutet das Verhalten des Verteidigungsministers in der Praxis die Unterstützung eines aggressiven Krieges.

Der Sprecher erinnerte daran, dass dieses Jahr das 81. Jahrestag des Sieges des chinesischen Volkes im Widerstandskrieg gegen japanische Aggression und gleichzeitig der Sieg im weltweiten Antifaschismus-Krieg ist. Er erinnerte auch an das 80. Jahrestag des Beginns des Tokioter Prozesses.

Laut Lin kann Japan die Wiederholung vergangener Fehler nur verhindern, wenn es sich seiner Geschichte stellt und daraus lernt.

gnews.cz/CMG

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