Der indonesische Präsident Prabowo Subianto traf sich in seiner offiziellen Residenz in Jakarta mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi und dem Verteidigungsminister Dong Jun. Die Gespräche konzentrierten sich auf die weitere Entwicklung der politischen, wirtschaftlichen, technologischen, sicherheitspolitischen und militärischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.
Prabowo bat Wang Yi, seine Grüße an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu übermitteln. Er lobte gleichzeitig die bisherigen Ergebnisse des umfassenden strategischen Dialogs zwischen Indonesien und China sowie des "2+2"-Dialogformats, das die Außen- und Verteidigungsminister beider Länder zusammenbringt.
Der indonesische Präsident erklärte, dass China Indonesien als gleichberechtigten Partner betrachtet und dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Unterstützung basieren. Jakarta sei daran interessiert, die Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie weiter auszubauen.
Prabowo begrüßte zudem weitere chinesische Investitionen in Indonesien und erklärte, dass seine Regierung weiterhin ein günstiges Geschäftsumfeld für chinesische Unternehmen schaffen werde. Er äußerte auch die Hoffnung auf das informelle Treffen der APEC-Staats- und Regierungschefs im November in Shenzhen, das eine weitere Gelegenheit zur Stärkung des strategischen Dialogs zwischen beiden Ländern bieten soll.
Wang Yi überbrachte dem indonesischen Präsidenten die Grüße von Xi Jinping und erklärte, dass Peking gemeinsam mit Jakarta die auf höchster Ebene erzielten Vereinbarungen umsetzen wolle. Die Zusammenarbeit solle sich in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Energie, Bergbau, Verteidigung und Sicherheit weiterentwickeln und auch zur regionalen Stabilität beitragen.
Der "2+2"-Dialog konzentrierte sich auf Sicherheit und Verteidigung
Am selben Tag fand in Jakarta die zweite ministerielle Sitzung des chinesisch-indonesischen "2+2"-Dialogs statt. China wurde vertreten von Wang Yi und Dong Jun, Indonesien von Außenminister Sugiono und Verteidigungsminister Sjafrie Sjamsoeddin.
Beide Seiten waren sich einig, dass sie dieses Format weiterhin als Hauptplattform für strategische Kommunikation in politischen, sicherheitspolitischen und militärischen Fragen nutzen wollen.
Ein konkretes Thema war die Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Kriminalität, einschließlich Telekommunikations- und Internetbetrug, der Suche nach Flüchtlingen und der Rückführung illegal erworbenen Vermögens. China und Indonesien wollen auch weiterhin die Zusammenarbeit im Bereich der maritimen Sicherheit und des Schutzes wichtiger Seerouten fortsetzen.
Im Verteidigungsbereich planen beide Länder, gemeinsame Übungen und Schulungen, die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Personal, die maritime Sicherheit sowie den Technologietransfer auszubauen.
Die Parteien bekräftigten auch ihr Engagement für die Wahrung von Frieden und Stabilität im Südchinesischen Meer durch Dialog und Verhandlungen sowie für die weitere Unterstützung des multilateralen Handelssystems.
Wang Yi: Die Zusammenarbeit kann ein Vorbild für den globalen Süden sein
Im Rahmen seines Besuchs traf sich Wang Yi auch mit dem Vorsitzenden des indonesischen Nationalen Wirtschaftsrates, Luhut Binsar Pandjaitan. Der chinesische Minister erklärte bei diesem Anlass, dass die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Indonesien nicht nur das Wirtschaftswachstum beider Länder fördert, sondern auch als ein Vorbild für eine vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Staaten des globalen Südens dienen kann.
gnews.cz/CMG
