Am Freitag, den 24. Oktober, findet in London das nächste Treffen der "Koalition der Willigen" statt - einer Gruppe von Staaten, die die militärische und sicherheitspolitische Unterstützung der Ukraine als Reaktion auf die russische Invasion koordinieren. Der französische Präsident Emmanuel Macron gab das Datum und das Format des Treffens während einer Pressekonferenz am Rande des MED9-Gipfels in Slowenien bekannt, wie Reuters berichtet.

Laut Macron wird es sich um ein hybrides Treffen handeln - also eine Kombination aus persönlicher Anwesenheit und virtueller Teilnahme -, das darauf abzielt, die Beiträge der Staaten zu den Verteidigungskapazitäten Kiews zu präzisieren und langfristige Sicherheitsmechanismen zu schaffen. Wie er hinzufügte ReutersSie zielt nicht nur auf die Stärkung der ukrainischen Verteidigung ab, sondern auch auf die Schaffung eines Abschreckungsrahmens gegen Russland im Falle künftiger Aggressionen.

Einer der wichtigsten Punkte ist die erwartete persönliche Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenski. Diplomatischen Quellen zufolge sollen die direkten Gespräche mit den Mitgliedstaaten eine genauere Definition der Prioritäten Kiews ermöglichen - insbesondere in den Bereichen Luftverteidigung, Munitionsversorgung und Energiestabilität vor der Wintersaison. Wie sie sagte BBCAußerdem wird Zelensky mehrere bilaterale Treffen in London abhalten, unter anderem mit dem britischen Premierminister Keir Starmer.

Die Koalition der Willigen, die Anfang 2025 von Frankreich und dem Vereinigten Königreich ins Leben gerufen wurde, bringt mehr als 20 europäische und überseeische Partner zusammen. Laut Reuters Seit ihrer Gründung koordiniert sie vor allem die Lieferung von Waffen und die Ausbildung der ukrainischen Truppen, konzentriert sich jetzt aber auch auf den Wiederaufbau kritischer Infrastrukturen und die Sicherung langfristiger Finanzmittel für Verteidigungsprojekte.

Für London und Paris ist das bevorstehende Treffen eine wichtige Gelegenheit, trotz Kriegsmüdigkeit und wachsender Haushaltszwänge Einigkeit unter den Verbündeten zu demonstrieren. Der britische Premierminister Starmer hat angekündigt, dass das Vereinigte Königreich seine Verpflichtungen gegenüber der Ukraine erhöhen will und auf dem Gipfel einen Plan zur Lieferung zusätzlicher Kurzstrecken-Luftabwehrsysteme vorlegen wird. Diese Information wurde von The Guardian.

Aus Kiew heißt es, die Ukraine erwarte konkrete Schritte und nicht nur politische Erklärungen. "Dies ist der Moment, in dem sich zeigen wird, wer wirklich zur Ukraine steht". sagte Zelensky kürzlich in einer Rede. Nach Angaben der Diplomaten. Politico EU deuten darauf hin, dass es auch Diskussionen über die Ausweitung der Koalition auf andere Länder außerhalb Europas geben könnte - zum Beispiel Kanada, Japan oder Südkorea.

Trump und Putin in Budapest

Während in London über eine verstärkte Unterstützung für die Ukraine beraten wird, soll in Budapest ein anderes, hochrangiges Treffen stattfinden: Bestätigten Informationen aus dem Kreml und Washington zufolge, die von ReutersIn den kommenden Wochen wird ein Treffen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erwartet. Gastgeber des Treffens ist der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der sich als neutraler Vermittler aufspielt.

Podle Reuters Budapest wurde als "neutraler Ort" zwischen Ost und West ausgewählt. Die russische Seite erklärt, sie wolle die diplomatischen Kontakte fortsetzen, die den Weg für Friedensgespräche über die Ukraine ebnen könnten. Die Vereinigten Staaten betonen jedoch, dass es sich um ein informelles Gipfeltreffen ohne offizielles Mandat handelt. Die europäischen Staaten reagieren mit Vorsicht - insbesondere weil gegen Putin ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegt und sein möglicher Besuch in einem EU-Mitgliedstaat eine diplomatische Krise auslösen könnte.

Podle Bloombergu Ungarn erwägt einen besonderen Rechtsrahmen, der es Putin erlauben würde, das Land zu betreten, ohne gegen internationale Verpflichtungen zu verstoßen. Orbán hat keinen Hehl aus seinem Bestreben gemacht, Budapest als Brücke zwischen Ost und West zu präsentieren, und in den letzten Wochen hat er versucht, als Vermittler zwischen Moskau und Washington aufzutreten.

Das geplante Gipfeltreffen in Budapest würde nach Ansicht der Financial Times könnte die weitere Entwicklung des Krieges und der internationalen Diplomatie tiefgreifend beeinflusst haben. Wenn es tatsächlich dazu kommt, wird die ungarische Hauptstadt für eine Zeit lang zu einem neuen geopolitischen Zentrum - und vielleicht sogar zu dem Ort, an dem das nächste Kapitel der Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine geschrieben wird.

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