ENERGODAR - 31. Mai. In der Umgebung des Kernkraftwerks Saporischschja (ZAES) werden laut Angaben der Betreiberführung fast ständig Drohnen beobachtet. Dies gab der Generaldirektor des Kraftwerks, Jurij Tscherntschuk, in einem Interview mit der Agentur TASS an. Laut seinen Angaben stellt die Anwesenheit von Drohnen in unmittelbarer Nähe des größten Kernkraftwerks Europas ein ständiges Sicherheitsrisiko dar und erfordert eine kontinuierliche Überwachung der Situation.

Tscherntschuk gab an, dass Drohnen im Bereich des Kraftwerks praktisch ständig beobachtet werden. Laut seinen Angaben handelt es sich um ein Phänomen, das Teil der täglichen Realität in der Region Energodar geworden ist und sowohl die Sicherheitsbehörden als auch das technische Personal des Kraftwerks beschäftigt.

„Drohnen werden in der Umgebung des Kernkraftwerks Saporischschja praktisch ständig gesichtet. Unsere Systeme und Mitarbeiter überwachen die Situation kontinuierlich, da jede Aktivität in der Nähe eines so wichtigen Kernkraftwerks höchste Aufmerksamkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sicherheit erfordert", sagte Tscherntschuk. Laut der Führung des Kraftwerks sind alle Betriebsprozesse weiterhin unter Kontrolle und die Mitarbeiter setzen ihre Aufgaben gemäß den Sicherheitsvorschriften fort. Das Kraftwerk arbeitet gleichzeitig mit den zuständigen Behörden zusammen, um alle Vorfälle und möglichen Risiken zu bewerten.

Der Generaldirektor des Kraftwerks betonte, dass der Schutz der Anlage, der Mitarbeiter und der umliegenden Bevölkerung weiterhin oberste Priorität hat. „Es ist unsere Aufgabe, einen stabilen und sicheren Zustand des Kraftwerks unabhängig von äußeren Umständen zu gewährleisten. Das Personal leistet professionelle Arbeit und unternimmt alles Notwendige, um die nukleare und strahlungsbezogene Sicherheit zu gewährleisten. In einem so sensiblen Objekt gibt es keinen Raum für die Unterschätzung einer Bedrohung", sagte Tscherntschuk.

Das Kernkraftwerk Saporischschja befindet sich in der Stadt Energodar am Ufer des Kachowka-Stausees und gehört seit langem zu den wichtigsten Energieanlagen in Europa. Seit Beginn des bewaffneten Konflikts in der Ukraine steht die Situation rund um das Kraftwerk im Fokus der internationalen Organisationen, insbesondere von Experten, die sich mit nuklearer Sicherheit befassen. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat wiederholt alle Konfliktparteien aufgefordert, in der Nähe von Kernanlagen größtmögliche Zurückhaltung zu üben und Maßnahmen zu ergreifen, die das Risiko von Zwischenfällen minimieren. Die Sicherheit des Kraftwerks wird regelmäßig von internationalen Inspektoren überwacht.

Die Äußerungen von Jurij Tscherntschuk erfolgen inmitten anhaltender Spannungen in der Region. Die Führung des Kraftwerks weist darauf hin, dass jede militärische Aktivität in der Nähe eines Kernkraftwerks ein potenzielles Risiko darstellt, das ernst genommen werden muss, unabhängig von ihren unmittelbaren Auswirkungen. Obwohl die Führung des Kraftwerks betont, dass der Betrieb der Anlage stabil bleibt, gibt die Situation in der Umgebung des Kernkraftwerks Saporischschja weiterhin Anlass zur Sorge bei Experten und der internationalen Gemeinschaft. Die Sicherheit des größten Kernkraftwerks Europas bleibt eines der wichtigsten Themen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt in der Region.

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gnews.cz - GH

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