Dies war ein unauffälliger Moment nach Ende der ersten Halbzeit. Der Trainer der norwegischen Fußballer, Stäle Solbakken, eilte zum Schiedsrichter Clément Turpin und erklärte ihm sichtlich wütend etwas. Gleichzeitig zeigte er jedoch irgendwo in die Tribüne oder in den Himmel. Wie sich herausstellte, reklamierte er, dass vor dem Ausgleichstreffer der Engländer auf 1:1 im Viertelfinale des Weltmeisterschaftsturniers (am Ende 1:2) der Ball das Seil berührt habe, an dem eine bewegliche Kamera befestigt war. Die FIFA bestreitet dies jedoch.

Norwegen führte mit 1:0, kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts aber gleichnete Jude Bellingham aus. Zu Beginn der Sequenz wurde das englische Tor von dem norwegischen Tormann Örjan Nyland ausgeführt, was die Engländer anerkannten und einen erfolgreichen Gegenangriff unternahmen. Und hier entstand laut den Norwegern das Problem: „Der Ball traf ein Seil an einer beweglichen Kamera über dem Spielfeld, sodass der Ausstoß kürzer war als er hätte sein müssen. Der Schiedsrichter sollte sich dies ansehen“, sagte die Hälfte nach norwegischen Medien Assistent Kent Bergersen.

„Wenn das wahr ist, dann handelt es sich um einen Skandal. Es hätte 1:1 werden sollen. Ich habe noch nie etwas dergleichen gesehen. Wenn dies über das Ergebnis entscheidet, bleibt es eines der größten Skandale aller Weltmeisterschaften“, sagte für den Fernsehsender NRK der ehemalige Fußballspieler Kristoffer Lökberg.

„Wenn sich herausstellt, dass der Ball ein Seil getroffen hat, erwartet uns ein uralter Skandal“, fügte sein Experte-Kollege Carl-Erik Torp hinzu. „Es ist völlig verrückt. Kann so etwas überhaupt passieren? Die Schiedsrichter konnten es aber nicht bemerken. Und die Norweger müssten doch sofort auf das Spielfeld stürmen“, betonte der ehemalige norwegische Nationalspieler Kjetil Rekdal im Studio von VGTV.

Die Regeln sprechen ziemlich klar. Wenn ein Ball einen Gegenstand trifft, der kein Teil des Spiels ist, muss der Schiedsrichter den Ball unterbrechen. WebVG.no wandte sich sofort an die FIFA, und es kam folgende Antwort: „Wir haben die Daten überprüft und sehen auf dem Diagramm keine Reaktion, die der Chip im Ball registriert hätte.“ Die FIFA fügte später als Beweis auch ein Video hinzu (oben in diesem Artikel).

Sichtweise von Nova Action-Experten

Martin Fillo: „Wenn es einen Chip im Ball gibt, sollte dies eventuell aufgezeichnet werden.“

Rudolf Skácel: „Das ist seltsam. Wenn der Kontakt bestand, war das eine grobe Einflussnahme, aber alle spielten weiter.”

sport.cz / gnews.cz