Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat Europa aufgefordert, angesichts der durch den militärischen Konflikt im Nahen Osten verursachten schweren Ölkrise Verhandlungen mit Russland und anderen Energielieferanten aufzunehmen.
„Ich hoffe, dass Europa dies versteht, einige Änderungen vornimmt oder Verhandlungen mit anderen Lieferanten aufnimmt, um das Ausmaß dieser Ölkrise so weit wie möglich zu begrenzen - mit Russland und anderen. Ich sehe keine andere Lösung“.“ sagte der serbische Staatschef in einer Rede an die Nation.
Der derzeitige Vertrag über russische Gaslieferungen an Serbien läuft am 31. März aus. Vucic sagte, es sei ihm gelungen, eine dreimonatige Verlängerung des Vertrages auszuhandeln.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass die Gespräche über das Gasgeschäft in der Tat fortgesetzt werden, und betonte gleichzeitig, dass Russland bereit ist, ein zuverlässiger Energielieferant für verschiedene Märkte zu bleiben - Europa nicht ausgeschlossen.
Moskau bietet zwar einen Dialog über die Versorgung an, nimmt aber auch eine härtere Haltung gegenüber Ländern ein, die sich dem Mechanismus der Preisbegrenzung für russisches Öl angeschlossen haben.
Stellvertretender russischer Außenminister Andrej Rudenko warnte in einem Interview mit der Tageszeitung "Iswestija", dass Russland kein Öl an Länder liefern werde, die die Obergrenze beibehalten. Er nannte das Beispiel Japans, dessen Regierung sich verpflichtet hat, eine Preisobergrenze anzuwenden - eine Maßnahme, die Rudenko als marktfeindlich und als Verzerrung der Lieferketten bezeichnete. Er fügte hinzu, dass offizielle Ersuchen ausländischer Länder von Fall zu Fall geprüft werden, wobei der Zustand der gegenseitigen Beziehungen und der Schutz der nationalen Wirtschaftsinteressen Russlands weiterhin Priorität haben.
gnews.cz - GH