Eine schnelle Übersicht der wichtigsten Ereignisse des Tages:
Madison Air kauft ebm-papst für 5,4 Milliarden Dollar
Brookfield bietet 2,9 Milliarden Dollar für Reliance
Deutsche Telekom kauft die polnischen Unternehmen Fiberhost und Inea
Alibaba verkauft Lingxi Games an den Fonds Trustar
TPG möchte das australische Unternehmen EQT Holdings übernehmen
LEO Pharma erwirbt die Rechte an dersimelagon
Wispr Flow erhält 280 Millionen Dollar
Die japanischen Renditen erreichen einen dreißigjährigen Höchststand
Ausländische Investitionen
Das amerikanische Unternehmen Madison Air Solutions hat die Übernahme des deutschen Herstellers von Ventilatoren und Motoren ebm-papst für 5,4 Milliarden Dollar bekannt gegeben. Laut Unternehmensangaben soll der Deal den adressierbaren Markt von Madison Air fast verdoppeln. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Wachstum von Rechenzentren, die aufgrund leistungsfähigerer Chips eine immer anspruchsvollere Kühlung benötigen. ebm-papst beschäftigt über 13.000 Mitarbeiter, und Anlagen für Hyperscale-Rechenzentren machen bereits einen bedeutenden Teil des Umsatzes aus.
Der kanadische Investmentriese Brookfield hat derweil ein Angebot für das australische Unternehmen Reliance Worldwide erhöht. Es werden 4,75 australische Dollar pro Aktie geboten, was den Hersteller von Sanitärsystemen inklusive Schulden mit 4,1 Milliarden australischen Dollar, also etwa 2,9 Milliarden US-Dollar, bewertet. Reliance hat Brookfield die Möglichkeit gegeben, eine Due Diligence durchzuführen. Das Unternehmen steht vor den Auswirkungen amerikanischer Zölle, einem schwächeren Bausektor und einer Preissteigerung von Kupfer um mehr als 40 Prozent.
Im europäischen Telekommunikationsbereich gab Deutsche Telekom die Übernahme des polnischen Anbieters von Glasfasernetzen Fiberhost und des Internet- und Fernsehproviders Inea von Macquarie Asset Management für eine Milliarde Euro bekannt. Laut Unternehmensangaben soll der Deal T-Mobile Polska von einem überwiegend mobilfunkbasierten Anbieter zu einem umfassenden Anbieter von Festnetz- und Mobilfunkanwendungen machen. Fiberhost verfügt über ein Netz für mehr als 1,4 Millionen Haushalte.
Das chinesische Unternehmen Alibaba setzt den Verkauf von Nebenaktivitäten fort. Laut The Wall Street Journal verkauft das Spieleentwicklungsstudio Lingxi Games an den Fonds Trustar Capital. Das WSJ spricht von einer Bewertung von mindestens 1,5 Milliarden Dollar. Damit gibt Alibaba Kapital für die wichtigsten Bereiche frei, insbesondere Cloud, E-Commerce und künstliche Intelligenz.
Das amerikanische Unternehmen TPG Global hat ein Angebot für das australische Unternehmen EQT Holdings abgegeben, das den Vermögensverwalter mit 657,8 Millionen australischen Dollar, also etwa 468 Millionen US-Dollar, bewertet. Laut Reuters bietet TPG 24,55 australische Dollar pro Aktie, was fast 42 Prozent mehr ist als der vorherige Börsenkurs.
Das Pharmaunternehmen LEO Pharma hat sich außerdem mit Tanabe Pharma auf den Erwerb der globalen Rechte an dem experimentellen Medikament dersimelagon geeinigt. Der Wert der anfänglichen und nahe liegenden Meilensteinzahlungen kann 435 Millionen Dollar erreichen. Das Medikament ist für seltene genetische Erkrankungen bestimmt, die eine extreme Lichtempfindlichkeit verursachen.
Auch in KI-Startups fließt weiterhin Kapital. Wispr Flow, das Technologie zur Spracherkennung entwickelt, hat 280 Millionen Dollar in einer Runde unter der Leitung von Menlo Ventures erhalten. Das Unternehmen wurde mit zwei Milliarden Dollar bewertet, was fast dreimal so hoch ist wie im November letzten Jahres.
Wichtige Ereignisse mit globaler Auswirkung
Die Anleihemärkte sendeten am 18. August ein deutliches Warnsignal. Der Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf bis zu 2,945 Prozent, den höchsten Stand seit September 1996. Investoren reagierten auf höhere Inflationsrisiken und die steigenden Erwartungen, dass die Bank of Japan möglicherweise die Zinsen erneut erhöhen könnte. Gleichzeitig erreichte der Rendite dreißigjähriger US-Anleihen einen Wert von über 5,3 Prozent, also den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten.
Ein weiteres Risiko für die Finanzmärkte stellt die hohe Bewertung technologischer Unternehmen dar. In einem Blogbeitrag der Europäischen Zentralbank (EZB) heißt es, dass eine Korrektur bei US-amerikanischen Aktien im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) bevorstehen könnte. Laut EZB halten sowohl europäische Haushalte als auch Finanzinstitute zusammen jeweils rund 440 Milliarden Euro in den größten US-amerikanischen Technologieunternehmen, sodass ein möglicher Kursverlust sich schnell auch in Europa auswirken würde.
gnews.cz - GH
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