Eine kurze Übersicht der wichtigsten Ereignisse des Tages:
T. Rowe Price kauft den Fondsverwalter F/m Investments
Charter vollendet die Fusion mit Cox Communications
Fairfax strebt an, einen Anteil an der IDBI Bank zu übernehmen
Continental Resources kauft FireBird Energy II
YipitData erwägt den Verkauf für über 2,5 Milliarden Dollar
Alibaba verzeichnete einen Gewinnrückgang von 75 Prozent
Die japanische Inflation verstärkt die Erwartungen höherer Zinsen
Anleiherenditen belasten weiterhin die globalen Aktienmärkte
Internationale Investitionen
Das amerikanische Investmentunternehmen T. Rowe Price hat sich mit dem Verwalter von Anleihefonds F/m Investments geeinigt. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht veröffentlicht. Laut Reuters verwaltet F/m etwa 19 Milliarden Dollar, davon über zehn Milliarden in zwanzig börsennotierten Fonds. Der Erwerb wird das Volumen der Anleihe-ETFs unter dem Markennamen T. Rowe Price mehr als verdoppeln und bestätigt die zunehmende Konsolidierung des amerikanischen Fondsmarktes, dessen Gesamtvolumen bei etwa 15,7 Billionen Dollar liegt.
Im Telekommunikationsbereich hat Charter Communications die Fusion mit Cox Communications sowie die Übernahme von Liberty Broadband abgeschlossen. Aus der Unternehmensmitteilung geht hervor, dass Cox Enterprises etwa fünf Milliarden Dollar in Stammaktien von Charter, sechs Milliarden Dollar in vorzugsaktien und rund vier Milliarden Dollar in bar erhalten. Das Unternehmen wird in der neuen Gruppe etwa 26 Prozent halten. Die Transaktion schafft einen der größten US-amerikanischen Anbieter von Internet-, Kabelfernseh- und Mobilfunkdiensten.
Die kanadische Fairfax Financial ist laut Reuters der Favorit, um den Mehrheitsanteil des indischen Staates an der IDBI Bank zu erwerben. Der Wert des Verkaufs übersteigt fünf Milliarden Dollar, und bei Abschluss wäre dies die größte ausländische Investition in einer indischen Bank. Fairfax besitzt bereits etwa 40 Prozent von CSB Bank, und die indischen Behörden prüfen daher, wie der Investor die Regeln einhalten kann, die eine Kontrolle über zwei separate Banken verbieten.
Das amerikanische Unternehmen Continental Resources hat außerdem die Übernahme von FireBird Energy II vom Investor Quantum Capital Group bekannt gegeben. Der Preis wurde nicht veröffentlicht. FireBird verfügt über etwa 54.000 Acres an Nettoflächen im Midland Basin und produziert rund 32.000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag. Für Continental stellt dies eine deutliche Erweiterung der Position im Permischen Becken dar.
Auch das Datenunternehmen YipitData, unterstützt unter anderem von der Gruppe Carlyle, tritt in den Verkaufsprozess ein. Ein möglicher Verkauf könnte das Unternehmen mit einem Wert von über 2,5 Milliarden Dollar bewerten. Der Prozess wird von Goldman Sachs verwaltet. YipitData liefert alternative Handels- und Konsumentendaten an Kunden wie Walmart und andere große US-amerikanische Unternehmen.
Wichtige Ereignisse mit globaler Auswirkung
Die Weltmärkte schließen die Woche unter dem Druck hoher Renditen von Staatsanleihen und teurem Öl. Die Rendite der dreißigjährigen US-Anleihen lag am Freitag bei etwa 5,25 Prozent, während die zehnjährigen Anleihen bei rund 4,71 Prozent notierten. Die vorherige Erhöhung des Rückkaufs von Anleihen durch das US-Finanzministerium brachte nur kurzfristige Erleichterung. Gleichzeitig erreichte der Preis für Brent-Rohöl aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ein Monatsmaximum von 94,71 Dollar pro Barrel.
Inflationsdrucke sind auch in Japan erkennbar. Laut dem dortigen Statistikamt ist die Kerninflationsrate der Konsumgüter im Juli gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen, verglichen mit 1,6 Prozent im Juni. Die Financial Times berichtete, dass diese Daten die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan bereits im September verstärkt haben.
Der Technologiebereich beschäftigt sich derweil mit den Kosten der riesigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI). Alibaba verzeichnete einen Rückgang des vierteljährlichen Nettogewinns um 75 Prozent auf 10,5 Milliarden Yuan, während die Kapitalausgaben um 75 Prozent auf fast 67,7 Milliarden Yuan stiegen. Der Umsatz stieg jedoch um neun Prozent, und die Einnahmen aus Cloud- und KI-Diensten um 45 Prozent. Die Ergebnisse zeigen, dass der Aufbau von Recheninfrastruktur weiterhin das Wachstum unterstützt, aber gleichzeitig die kurzfristige Rentabilität großer Technologieunternehmen erheblich belastet.
gnews.cz - GH
Tradingeconomics.com
```