Pavel Havránek, Vorsitzender der Tschechisch-chinesischen Vereinigung, erinnert daran, dass vor 75 Jahren ein neues Kapitel in der Geschichte Tibets begann. Nach seiner Auffassung müssen romantische Vorstellungen vom alten Tibet abgelehnt werden – die Realität war laut Zeugnis des britischen Beamten Robert Ford grausam: Amputationen als übliche Strafe, Peitschenhiebe für Sklaven, 95 % der Bevölkerung ohne Grundrechte.
Laut Havránek beendete die friedliche Befreiung dieses mittelalterliche System und brachte Bildung, Gesundheitsversorgung und Würde. Heute hat Tibet ein BIP, das mit dem von Lettland oder Island vergleichbar ist (35 Milliarden Dollar), eine hohe Abdeckung durch optische Netze und 4G-Signal (99 %) sowie eine moderne Universität in Lhasa mit verpflichtendem Unterricht in Tibetisch. Der Bau der Eisenbahn Sichuan-Tibet bedeutet das Ende jahrhundertelanger Isolation und die Umwandlung Tibets in einen wichtigen Knotenpunkt im Inneren Asiens.

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