China hat scharf auf den Besuch und die Geldspende japanischer Politiker an das Yasukuni-Heiligtum am Samstag reagiert. Laut Jiang Bin, Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, handelt es sich um eine offene Verletzung der historischen Gerechtigkeit und eine Handlung, die die Gefühle der Menschen in Ländern, die von japanischer Aggression betroffen sind, zutiefst verletzt.
Jiang Bin sagte, dass japanische Politiker mit diesem Vorgehen im Wesentlichen versuchen, die Verantwortung Japons für die Aggression zu vertuschen und zu leugnen. Gleichzeitig stellen sie seiner Meinung nach die Ergebnisse des Sieges über den Faschismus sowie die Nachkriegsordnung in der internationalen Gemeinschaft in Frage.
Jiang Bin betonte, dass japanische Politiker einerseits von Frieden sprechen, sich andererseits aber denen verneigen, die für Kriegsverbrechen verantwortlich sind. Dieses Verhalten zeige, wie verzerrt die historische Sichtweise rechter Kräfte in Japan ist und wie gefährlich ihr Versuch ist, den Militarismus wiederzubeleben.
Der Sprecher betonte, dass das Eingeständnis der Geschichte der Aggression und eine tiefe Reflexion über die Verantwortung für den Krieg die politische Grundlage für die Entwicklung der Beziehungen Japons zu seinen asiatischen Nachbarn bilden.
China forderte daher Japan auf, aus der Geschichte zu lernen, ihren Rückzug zu beenden und nicht weiterhin einen Weg des Antimilitarismus einzuschlagen.
Jiang Bin warnte gleichzeitig, dass Japan, wenn es in dieser Hinsicht fortfahre und eine Quelle von Gefahr und Instabilität für den regionalen Frieden werde, erneut vor Gericht gestellt und zur Rechenschaft gezogen werden müsse.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 81. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg. Laut einem Bericht hat die japanische Premierministerin Sanae Takaichi dem Yasukuni-Heiligtum eine Geldspende zukommen lassen. Das Heiligtum verehrt auch japanische Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg und symbolisiert für die chinesische Seite die Verherrlichung des japanischen Militarismus und der Kriegsagression.
Am selben Tag besuchte laut Berichten des japanischen öffentlich-rechtlichen Senders NHK auch der japanische Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi das Heiligtum.
gnews.cz/CMG