VATIKAN - Der Betrag wurde über das Apostolische Wohlfahrtswerk an die höchsten Vertreter der Kirche in diesem lateinamerikanischen Land übergeben. Am stärksten betroffen ist der Küstenstaat La Guaira, den Präsidentin Rodríguez als "Katastrophengebiet" bezeichnet hat. Der Bischof von Tammí, Pablo Modesto González Pérez, gab an, dass auch in einem Priesterseminar viele Mauern eingestürzt seien.
Papst Leo XIV. hat über das Apostolische Wohlfahrtswerk finanzielle Hilfe für Venezuela bereitgestellt, das in der Nacht von starken Erdbeben heimgesucht wurde. Der Papst hat einen Betrag von 100.000 Euro bereitgestellt, über den nach Rücksprache mit dem Nuntius im Land, Monsignore Alberto Ortega Martín, und dem Erzbischof von Caracas, Monsignore Raúl Biorda Castillo, entschieden wurde. Der Heilige Stuhl gab bekannt, dass es sich um eine Reaktion auf die ersten Bedürfnisse handelt und dass aufgrund von Berichten aus den lokalen Kirchen weitere Hilfe folgen wird. Die bisherige Zahl der Todesopfer liegt bei etwa 200 Menschen, viele weitere wurden verletzt, und Tausende sind unter den Trümmern eingestürzter Gebäude eingeschlossen. Rettungsteams durchsuchen Dutzende von eingestürzten Gebäuden nach den Erdbeben vom Mittwochabend, deren Stärke 7,2 und 7,5 Grad erreichte, gefolgt von einer weiteren Welle von Erschütterungen.
Mobilisierung der Kirche zur Hilfe für die Betroffenen
Die Hilfe des Papstes kommt zu einem Zeitpunkt, an dem katholische Gemeinden im ganzen Land ihre Gemeindehäuser öffnen, um Familien, die ihr Zuhause verloren haben, Schutz zu bieten, und Notfallhilfe über lokale Netzwerke von Caritas organisieren. Der internationale Flughafen Simón Bolívar in Caracas bleibt geschlossen. Die schlimmste Lage herrscht im Küstenstaat La Guaira nördlich der Hauptstadt, wo Dutzende von Gebäuden eingestürzt sind. Präsidentin Delcy Rodríguez hat den nationalen Notstand und den Katastrophenfall ausgerufen und La Guaira als "Katastrophengebiet" bezeichnet.
Innenminister Diosdado Cabello forderte die Bevölkerung auf, sich im Freien aufzuhalten und sich von beschädigten Gebäuden fernzuhalten, während Ingenieure die Stabilität der wichtigsten Infrastruktur prüfen. Die Schäden sind umfangreich und schwerwiegend. Kirchen, darunter der Dom in Caracas und mehrere Pfarrkirchen, haben strukturelle Schäden erlitten; auch Priesterseminare und andere kirchliche Gebäude wurden beschädigt. Trotzdem bieten Kirchenvertreter weiterhin Unterkunft, Verpflegung und Pflege für diejenigen, die ihr Zuhause verloren haben. Internationale Hilfe beginnt aus ganz Amerika und aus dem Ausland einzutreffen, während Such- und Rettungsteams mit der Zeit kämpfen, in der Hoffnung, weitere Überlebende unter den Trümmern zu finden.
vaticannews.va / gnews.cz
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