Die chinesische Diplomatin Li Xiaomei forderte Japan auf, sich verantwortungsvoll und ehrlich den historischen Fragen zu stellen. Sie erklärte, dass die erzwungene Rekrutierung sogenannter "Trostfrauen" ein schwerwiegendes Verbrechen gegen die Menschlichkeit war, das der japanische Militarismus an Frauen begangen hat.

Li Xiaomei, stellvertretende Leiterin der chinesischen Delegation bei den Vereinten Nationen in Genf, sagte dies während der jährlichen Diskussion über die Rechte der Frau bei der 62. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats.

Sie erinnerte daran, dass das Jahr das 80. Jahrestag des Beginns des Tokioter Prozesses ist. In diesem Zusammenhang forderte sie Japan auf, sich gründlich mit seiner Geschichte der Aggression auseinanderzusetzen und die historischen Fragen ordnungsgemäß, ernsthaft und ehrlich zu behandeln.

Im Abschnitt, der den Rechten der Frau gewidmet ist, erinnerte Li Xiaomei auch daran, dass der 24. Juni der Internationale Tag der Diplomaten ist. An diesem Tag würdigt man, so sagte sie, den Beitrag von Frauen in der Diplomatie und ihre Rolle in den internationalen Beziehungen.