Die Regierung der Tschechischen Republik hat auf ihrer Sitzung Änderungen verabschiedet, die darauf abzielen, die Bedingungen für Personen mit vorläufigem Schutzstatus zu verschärfen, die Kontrolle illegaler Migration zu verstärken und gleichzeitig wichtige Digitalisierungsprojekte des Staates zu beschleunigen. Das Kabinett befasste sich auch mit neuen Registern im Bildungsbereich, der Unterstützung des Strategischen Unternehmensparks Cheb, der Verlängerung von Maßnahmen zur Regulierung der Kraftstoffpreise und Änderungen in der Organisation einiger Regierungsbehörden.

Einer der Hauptpunkte der Diskussion war der Gesetzentwurf zur Änderung verschiedener Gesetze, der vom Innenministerium ausgearbeitet wurde. Er betrifft sieben Rechtsvorschriften, darunter drei Gesetze, die als "Lex Ukraine" bekannt sind, das Asylgesetz, das Gesetz über den Aufenthalt von Ausländern, das Strafgesetzbuch und die Verfassungsprozessordnung.

Laut Ministerpräsident Andrej Babiš dient dies der Umsetzung der Regierungserklärung der Tschechischen Republik.

"Wir verschärfen die Bedingungen für die Gewährung eines vorläufigen Schutzstatus, wie es in unserer Regierungserklärung vorgesehen ist", sagte Babiš.

Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass Personen mit vorläufigem Schutzstatus diesen Status verlieren, wenn sie sich länger als 30 Tage außerhalb des Schengen-Raums aufhalten. Eine ähnliche Maßnahme könnte ergreifen, wenn eine betroffene Person in der Tschechischen Republik eine schwere Straftat begeht, für die eine Ausweisung möglich wäre. Auch die Erfassung von Fahrzeugen mit ukrainischen Kennzeichen soll verschärft werden.

Eine weitere wichtige Entscheidung der Regierung der Tschechischen Republik war die Genehmigung eines Systems zur Steuerung strategischer Programme und Projekte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Kabinett wählte 55 der wichtigsten Programme und Projekte aus, die auf der Regierungserklärung und den geltenden Gesetzen basieren. Für jedes dieser Projekte soll ein verantwortlicher Manager benannt werden.

"Wir haben 55 der wichtigsten Programme und Projekte ausgewählt, die auf der Regierungserklärung und den Gesetzen basieren, und festgelegt, wie sie verwaltet werden sollen. Für jedes dieser Projekte wird ein Manager verantwortlich sein, den wir heute bestimmt haben. Für uns sind Projekte wichtig, die den Menschen und Unternehmen direkt helfen", sagte der Ministerpräsident.

Ministerpräsident Andrej Babiš betonte, dass die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu den Hauptprioritäten gehört. Er erwähnte insbesondere das elektronische Anmeldesystem, das dazu dienen soll, die Wartezeiten für Fachuntersuchungen zu überwachen, und die neue elektronische Patientenkarte, auf der medizinische Untersuchungen des Patienten dokumentiert werden sollen. Er ordnete auch das Projekt EET 2.0 ein. Laut dem Ministerpräsidenten sind Informationen zu allen 55 Projekten auf der Website digitalnicesko.gov.cz verfügbar.

Die Regierung der Tschechischen Republik erörterte auch den Entwurf eines neuen Gesetzes über Register im Bildungsbereich. Es sollen ein Register der Schüler und ein Register der pädagogischen und akademischen Mitarbeiter eingerichtet werden, die Teil des Informationssystems im Bildungsbereich sein werden. Die Register sollen den Bildungsweg von Personen abbilden sowie Daten über pädagogische, akademische und wissenschaftliche Mitarbeiter enthalten. Sie sollen gleichzeitig die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten gewährleisten, mit denen andere staatliche und öffentliche Verwaltungsorgane arbeiten können.

Das Kabinett beschloss auch, den strategischen Unternehmenspark Cheb in die Liste der begünstigten Industriegebiete aufzunehmen. Das Gelände in der strukturell benachteiligten Region Karlsbad hat eine Fläche von 142 Hektar und wird von der staatlichen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft vorbereitet. Die Aufnahme in die Liste der staatlichen strategischen Standorte soll es Investoren ermöglichen, ein breiteres Spektrum an Investitionsanreizen zu erhalten und die Entwicklung der gesamten Region Cheb zu fördern.

Die Regierung der Tschechischen Republik hat zwei Maßnahmen, die darauf abzielen, akzeptable Preise für Kraftstoffe an tschechischen Tankstellen zu gewährleisten, bis zum 30. Juni verlängert. Die erste Maßnahme ist die teilweise Abschaffung der Verbrauchssteuer auf Diesel, wodurch der Steuersatz auf das von der Europäischen Union festgelegte Mindestniveau sinkt. Die zweite Maßnahme ist die Fortsetzung der Regulierung der Höchstpreise für die am häufigsten verkauften Kraftstoffe, nämlich Benzin Natural 95 und Diesel ohne Zusätze, einschließlich der maximal zulässigen Gewinnspanne der Händler. Die Regeln für die Berechnung der Preisobergrenze und die Höhe der Gewinnspanne bleiben unverändert. Im Anschluss an frühere Entscheidungen zur Verlagerung bestimmter Aufgaben vom Amt der Regierung auf Fachministerien hat das Kabinett auch die Einrichtung von zwei Büros der Regierungsbeauftragten im Amt der Regierung genehmigt. Ab dem 1. Juli 2026 sollen ein Büro des Regierungsbeauftragten für Menschenrechte und Minderheitenschutz sowie ein Büro des Regierungsbeauftragten für psychische Gesundheit und Sucht eingerichtet werden. Premierminister Andrej Babiš erklärte, dass die Beratungsstellen der Regierung im Amt der Regierung verbleiben und die interministerielle Koordinierung erhalten bleiben soll. Die Verlagerung soll sich nur auf Beamte beziehen, deren Abteilungen künftig in den Fachministerien tätig sein werden. Gleichzeitig hat die Regierung der Tschechischen Republik die institutionelle Verankerung der Gleichstellungsagenda für Frauen und Männer angepasst. Statt dem Ministerium für Arbeit und Soziales soll diese nun dem Justizministerium unterstellt sein. gnews.cz - GH

Translation: legacy (Deutsch)

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