Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde mit zwei Spielen fortgesetzt, die für die nordamerikanischen Ausrichter außerordentlich wichtig waren. Die Vereinigten Staaten besiegten zu Hause Paraguay mit 4:1 und zeigten deutlich, dass sie nicht nur als Gastgeber in die Geschichte eingehen wollen. Kanada hingegen verlor in Toronto lange gegen Bosnien und Herzegowina, rettete aber durch Druck in der Schlussphase ein Unentschieden von 1:1 und sicherte sich damit ihren ersten Punkt in der Geschichte der Männer-Weltmeisterschaften.
Die Amerikaner traten im Spiel in Los Angeles ideal an. Gegen Paraguay begannen sie aktiv, griffen schnell an und bauten sich in der ersten Halbzeit den entscheidenden Vorsprung auf. Eine herausragende Figur war Folarin Balogun, der zwei Tore erzielte. USA half auch durch den Eigentor von Damián Bobadilly und Gio Reyna fügte in der Verlängerung das vierte Tor hinzu. Paraguay gelang der Treffer erst in der 73. Minute, als der eingewechselte Mauricio zur 1:0-Führung kam, doch der heimische Team ließ sie nicht mehr weiterkommen.
Das Spiel hatte auch eine starke symbolische Dimension. Es war das erste Spiel der Männer-Weltmeisterschaft auf amerikanischem Boden seit 1994, und das Stadion in Los Angeles war ausverkauft. Im Publikum fehlten keine bekannten Persönlichkeiten, darunter Tom Cruise oder David Beckham. Das Heimteam blieb aber nicht nur bei der festlichen Kulisse stehen. Es zeigte Geschwindigkeit, Selbstvertrauen und Produktivität, die ihm bei großen Turnieren in der Vergangenheit manchmal fehlten. Interessant war, dass Christian Pulisic sich deutlich an den ersten Toren beteiligte, aber bereits zur Halbzeit überraschend ausgewechselt wurde. Das nächste Spiel wartet auf USA am 19. Juni gegen Australien, Paraguay wird gegen die Türkei antreten.
Das kanadische Spiel gegen Bosnien und Herzegowina verlief völlig anders. Das heimische Kanada spielte vor eigenem Publikum in Toronto und spürte von Anfang an die enorme Unterstützung der Tribüne. Doch zuerst traf Bosnien und Herzegowina. In der 21. Minute erzielte Jovo Lukic nach einer Standard-Situation das Tor, und die Gäste hielten lange den knappen Vorsprung. Kanada hatte mehr vom Spiel, drängte vorwärts, sammelte Eckbälle und schuf Chancen, doch lange fehlte ihm die Ruhe in der Endphase.
Der Wendepunkt kam erst am Ende. Cyle Larin sprang von der Bank und gleich nach seinem Betreten des Spielfelds gleichzte er auf 1:1. Er wurde zum Held des Abends und rettete den Heimteam zumindest einen Punkt. Für Kanada war dies ein historischer Moment, da es sein erster Punkt bei einer Männer-Weltmeisterschaft war. Nach drei Niederlagen beim letzten Championat in Katar zeigte das Heimteam, dass es auf seinem eigenen Turnier gefährlich sein kann, auch wenn es im Abschluss noch nicht ganz überzeugend wirkte.
Unter dem Aspekt des Turniers sind beide Ergebnisse wichtig. USA halfen sich mit dem hohen Sieg nicht nur punktemäßig, sondern auch im Torverhältnis, das im erweiterten Format sehr wertvoll sein kann. Kanada wollte zwar zu Hause gewinnen, aber das Unentschieden gegen Bosnien und Herzegowina hält es im Spiel. Während die Amerikaner den Championat als selbstbewusstes Team mit einem klaren Ergebnis starteten, nahm Kanada vor allem Emotionen, Erleichterung und einen historischen Eintrag mit. Beide Ausrichter zeigten damit, dass ihre Heim-Weltmeisterschaft nicht nur eine organisatorische Veranstaltung, sondern auch eine sportliche Geschichte sein wird.
gnews.cz - GH
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