Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat einen weiteren interessanten Abend erlebt, der gezeigt hat, dass die prognostizierten Ergebnisse bei diesem erweiterten Turnier sehr fragil sein werden. Die Schweiz konnte das Spiel gegen Katar nicht erfolgreich abschließen, Brasilien musste sich mit einem Unentschieden gegen Marokko begnügen, während Schottland einen wichtigen Einzug ins Turnier mit einem Sieg gegen Haiti feierte.
Die Schweiz trat im Spiel gegen Katar als Favorit an und hatte lange die Kontrolle über das Spiel. Bereits in der 17. Minute erzielte Breel Embolo einen Elfmeter, nachdem der Torwart Mahmoud Abunada Rema Freuler gefoult hatte. Die Schweiz war aktiver, schoss deutlich mehr Torschüsse und beendete das Spiel laut Reuters mit einer klaren Überlegenheit von 26:7 Torschüssen. Allerdings gelang kein zweiter Treffer, und am Ende musste man dafür einen hohen Preis zahlen. In der Nachspielzeit kam eine Flanke von Homam Ahmed, und nach einem Kopfball von Boualem Khoukhi, der von Mira Muheim abgewehrt wurde, glich Katar mit 1:1 aus. Für Katar war dies der erste Punkt bei einer Weltmeisterschaft, während es für die Schweiz einen sehr bitteren Verlust bedeutete.
Das Unentschieden verwirrte auch die Gruppe B. Nach den ersten Spielen haben Kanada, Bosnien und Herzegowina, die Schweiz und Katar jeweils einen Punkt. Das bedeutet, dass die Gruppe völlig offen ist und die nächste Runde die Chancen auf den Aufstieg erheblich verändern kann. Die Schweiz trifft nun auf Bosnien und Herzegowina, Katar auf den Gastgeber Kanada.
Große Aufmerksamkeit erregte auch das Spiel zwischen Brasilien und Marokko, das mit 1:1 endete. Brasilien trat als einer der Hauptfavoriten des Turniers an, aber Marokko zeigte von Anfang an, dass seine Halbfinalteilnahme bei der letzten Weltmeisterschaft kein Zufall war. Die Afrikaner waren zu Beginn mutiger, schneller und gingen in der 21. Minute in Führung. Ismael Saibari nutzte einen schnellen Konter und passte elegant Alisson an. Brasilien hatte vor allem im Mittelfeld Probleme, wo Marokko sehr selbstbewusst spielte.
Den Ausgleich für Brasilien erzielte Vinícius Júnior. In der 32. Minute zeigte er die individuelle Klasse, die die Fans von ihm erwarten, und erzielte mit einem präzisen Schuss den Ausgleich zum 1:1. Das Spiel bot dann noch einige weitere Chancen, aber keines der beiden Teams erzielte ein entscheidendes Tor. Marokko kann mit dem Punkt zufrieden sein, da es gegen den Favoriten kompakt, mutig und taktisch reif aufgetreten ist. Brasilien hingegen zeigte Stärke in den Einzelspielern, aber auch deutliche Schwächen in der Organisation des Spiels.
Schottland konnte sein Comeback bei der Weltmeisterschaft erfolgreich gestalten. Gegen Haiti gewann man mit 1:0 und sicherte sich drei Punkte, die in der Gruppe C entscheidend sein könnten. Das entscheidende Tor erzielte in der ersten Halbzeit John McGinn. Haiti hatte zwar auch Chancen und kam mehrmals in gefährliche Situationen, aber Schottland behielt das Ergebnis im Auge und meisterte das Spiel, in dem es seine Rolle als Favorit gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner bestätigen musste.
Aus Sicht der Gruppe C ist die Situation nach der ersten Runde sehr interessant. Schottland hat nach dem Sieg gegen Haiti drei Punkte, Brasilien und Marokko jeweils einen, und Haiti bleibt ohne Punkt. Gerade das Unentschieden zwischen Brasilien und Marokko gibt Schottland eine ausgezeichnete Ausgangsposition. Wenn es im nächsten Spiel gelingt, gegen Marokko einen Punkt zu holen oder Brasilien zu ärgern, können sie durchaus den Aufstieg in Betracht ziehen.
Die letzten Spiele haben eine klare Botschaft vermittelt: Große Namen allein reichen nicht aus. Die Schweiz konnte ihre Überlegenheit nicht nutzen, Brasilien traf auf ein sehr starkes Marokko, und Schottland zeigte, dass auch ein pragmatischer Sieg mit 1:0 zu Beginn eines Turniers einen enormen Wert haben kann. Die WM 2026 läuft erst an, bietet aber bereits Ergebnisse, die den weiteren Verlauf der Gruppen beeinflussen können.
gnews.cz - GH
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