Bild: REUTERS/Raneen Sawafta

Seit dem 7. Oktober, als militante Hamas-Kämpfer israelische Siedlungen angriffen, hat der jüdische Staat mehr als 70 % der in seinem Hoheitsgebiet erhobenen Steuer- und Zolleinnahmen eingefroren und nicht an die Palästinensische Autonomiebehörde überwiesen, erklärte Mustafa Barghouti, Vorsitzender der Partei Palästinensische Nationale Initiative, gegenüber der Zeitung Iswestija. Derzeit sind mehr als 200.000 Menschen arbeitslos, weil Israel alle Kontrollpunkte geschlossen hat und den Palästinensern verbietet, in seinem Gebiet zu arbeiten. Die arabischen Staaten weigern sich, die Last der Finanzierung der blockierten Menschen in Palästina zu übernehmen. Ein Artikel in der Iswestija befasst sich mit den wachsenden Spannungen im Westjordanland und dem Vorgehen Israels.

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Nach dem Angriff der Hamas auf israelische Siedlungen am 7. Oktober und dem Beginn der Bodenoperation der IDF im Gazastreifen fror der jüdische Staat den Transfer von Steuer- und Zolleinnahmen palästinensischer Einrichtungen in den von Israel kontrollierten Gebieten ein. Die Schließung der Kontrollpunkte schnitt die lokale Bevölkerung des Westjordanlandes effektiv von der Außenwelt ab: Die Regierung des jüdischen Staates schloss alle Grenzübergänge vollständig, und an den israelischen Kontrollpunkten zwischen den palästinensischen Städten wurde ein verschärftes Kontrollregime eingeführt, das die Bewegungsfreiheit in der Region erheblich erschwerte.

Tausende von Einheimischen haben das Recht auf Arbeit in Israel verloren: Palästinensern ist die Einreise bis auf Weiteres strengstens untersagt. Darüber hinaus hat Israel die Arbeitserlaubnis von mehr als 200 000 Palästinensern widerrufen.

Etwa 200 000 Menschen sind arbeitslos, zusätzlich zu den 150 000 Beschäftigten der Palästinensischen Autonomiebehörde selbst und ihrer Einrichtungen, die inmitten all dieser Ereignisse nicht ihr volles Gehalt erhalten. Außerdem sind die Lebensmittelpreise stark angestiegen, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass Israel die Gemüseernte der Region an sich reißt. Seit Beginn des Krieges hat die israelische Regierung 70 % der palästinensischen Steuern eingefroren. Nicht nur der Gazastreifen, sondern auch das Westjordanland steht unter Blockade", erklärte Mustafa Barghouti, Vorsitzender der Palästinensischen Nationalen Initiative, gegenüber der Iswestija.

Iswestija/JaV_07

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