Kurzer Überblick der wichtigsten Ereignisse des Tages:

  • Schneider Electric kauft das norwegische Unternehmen Cognite für 3,1 Milliarden Dollar

  • BASF und Carlyle schließen den Verkauf einer Lackfabrik für 7,7 Milliarden Euro

  • ByteDance baut ein Datenzentrum in Brasilien für 39 Milliarden Dollar

  • Wayve bietet Mitarbeitern Aktien im Wert von 85 Millionen Dollar an der Londoner Börse

  • SGE plant 14 SMR-Reaktoren in Großbritannien für 46,5 Milliarden Dollar

  • Fed Kevin Warsh: Inflation immer noch zu hoch, Daten noch nicht genau bekannt

  • ADP Juni: Der private Sektor schuf nur 98.000 Arbeitsplätze

    Ausländische Investitionen

    Die größte Akquisitionsnachricht stammt von dem französischen Energiekonzern Schneider Electric, der den Kauf des norwegischen Vorreiters für industrielle Datenplattformen Cognite für 3,1 Milliarden Dollar in bar ankündigte, wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht. Schneider kauft den hundertprozentigen Anteil vom norwegischen Industriekonglomerat Aker ASA und anderen Investoren; Aker erhält für seinen Anteil etwa 1,48 Milliarden Dollar. Schneider plant, das erworbene Unternehmen in seine eigene industrielle Software-Sparte AVEVA zu integrieren.

    Cognite, ein norwegisches Startup aus dem Jahr 2017, betreibt eine Cloud-Plattform mit künstlicher Intelligenz für Industrieunternehmen in den Bereichen Energie, Öl und Produktion und verzeichnete 2025 wiederkehrende Einnahmen von über 170 Millionen Dollar, was einem jährlichen Wachstum von 36 Prozent entspricht. Die Aktien von Schneider Electric fielen nach der Ankündigung in Paris um 2,9 Prozent, da Investoren den Preis als zu hoch empfinden, aber Analysten von JPMorgan merkten an, dass Akquisitionen von Schneider in der Regel strategisch langfristig sinnvoll sind.

    Parallel dazu wurde eine Transaktion in der chemischen Industrie abgeschlossen: Der deutsche Gigant BASF hat den Verkauf eines 60-prozentigen Anteils an seiner Lacksparte an das private Unternehmen Carlyle und den katarischen Fonds Qatar Investment Authority für einen Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Das neue Unternehmen trägt den Namen Surventis, und BASF erhielt für die Transaktion etwa 5,8 Milliarden Euro in bar. BASF behält den verbleibenden 40-prozentigen Anteil als Finanzanlage.

    Im Bereich der technologischen Infrastruktur gibt es Neuigkeiten über den chinesischen Eigentümer von TikTok, ByteDance, dessen Datenzentrum im brasilianischen Bundesstaat Ceará, das im aktuellen Ausgabe von Bloomberg Businessweek detaillierter beschrieben wird, einen Gesamtwert von über 39 Milliarden Dollar erreichen und damit das größte Datenzentrum des Unternehmens außerhalb Chinas werden soll. Zu diesem Projekt gehören die Partner Omnia (die Vermögensverwaltungsplattform von Patria Investments) und das Unternehmen für erneuerbare Energien Casa dos Ventos, das im Mai eine 20-jährige Vereinbarung mit ByteDance unterzeichnete, die einen Wert von zwei Milliarden Dollar hat.

    An der Londoner Börse steht das britische Startup für autonomes Fahren Wayve (mit einer Bewertung von 8,6 Milliarden Dollar) im Fokus, das als erstes großes Unternehmen das neue private Handelssystem LSEG PISCES für ein Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramm im Wert von 85 Millionen Dollar nutzte, das für den 8. Juli geplant ist, wie die Financial Times berichtet. Zu den wichtigsten Investoren des Startups gehören Uber, Nvidia, Microsoft und Mercedes-Benz.

    Wichtige Ereignisse mit globaler Bedeutung

    Ein ambitioniertes Kernkraftprojekt ist auf dem Weg in den Energiesektor: Das polnische Unternehmen SGE des Milliardärs Michał Sołowow hat sich im Rahmen des britischen "Advanced Nuclear Framework" für den Bau von 14 kleinen modularen Reaktoren (SMR) der Technologie GE Vernova Hitachi BWRX-300 an drei Standorten mit einer Gesamtleistung von 4,2 Gigawatt und einer Gesamtinvestition von 35 Milliarden Pfund, also etwa 46,5 Milliarden Dollar, beworben, wie die Agentur Reuters meldete. Der Strom aus dem ersten Reaktor soll voraussichtlich im Jahr 2034 ins Netz eingespeist werden und den Bedarf von bis zu acht Millionen britischen Haushalten decken; im Konsortium sind auch die Bauunternehmen Samsung C&T und Laing O'Rourke sowie der Technologiepartner Google Cloud vertreten.

    Im makroökonomischen Umfeld sticht der Auftritt des Chefs der US-Notenbank, Kevin Warsh, auf dem ECB-Forum in Sintra (Portugal) am Dienstag hervor. Warsh erklärte laut CNBC, dass die Preise immer noch zu hoch seien und die Inflation weiterhin oberste Priorität für die Fed habe, deutete aber auch eine größere Offenheit in Bezug auf den potenziell deflatorischen Einfluss der künstlichen Intelligenz an. Investoren suchten derweil nach Informationen in den für Juni veröffentlichten Zahlen der privaten Lohnentwicklung von ADP, die nur 98.000 neue Arbeitsplätze auswiesen – weniger als der Konsens von 110.000 –, wobei der Gastronomiebereich den sechsten Monat in Folge einen schwachen Beschäftigungszuwachs verzeichnete. Der Hauptbericht zu den Beschäftigungszahlen außerhalb des Agrarsektors für Juni wird heute Nachmittag veröffentlicht.

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