Die Prager Börse schwächte sich gestern ab, der Index PX sank um 0,84 Prozent. Die Investmentgruppe Penta kauft über die slowakische Krankenversicherung Dôvera den Konkurrenten Union, wodurch sich der dortige Markt für Krankenversicherungen möglicherweise von drei auf zwei Anbieter verringern könnte. Das Parlament unterstützte im ersten Lesung einen Regierungsvorschlag, der die jährliche Erhöhung der Mautgebühren abschafft. AŽD Praha hat mit dem Test eines experimentellen batteriebetriebenen Straßenbahn-Zuges auf seiner Eisenbahnstrecke in Jičín begonnen.
Die Prager Börse schwächte sich gestern ab. Der Index PX sank um 0,84 Prozent auf 2595,03 Punkte. Die Aktien von Erste Bank und Moneta Money Bank sowie die Wertpapiere der Versicherung VIG belasteten den Markt am stärksten. Von den kleineren Emittenten profitierten die Tabakfirma Philip Morris und das Waffenunternehmen Colt CZ.
Die Investmentgruppe Penta kauft über ihre slowakische Krankenversicherung Dôvera die konkurrierende Krankenversicherung Union. Der Erwerb erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ergebnisse von Union deutlich schwächer ausfallen. Wenn die Aufsichtsbehörden dies genehmigen, wird sich der slowakische Markt für Krankenversicherungen von drei auf zwei Anbieter verringern. Kritiker warnen vor einer Schwächung des Wettbewerbs und einer Verschlechterung der Position von Patienten und Krankenhäusern bei Preisverhandlungen.
Das Parlament unterstützte im ersten Lesung den Regierungsentwurf, der die jährliche Erhöhung der Mautgebühren aufhebt. Der Basisjahrespass für Personenkraftwagen soll somit auch in den kommenden Jahren 2570 Kronen kosten. Die Opposition kritisiert den Regierungsvorschlag scharf und bezeichnet die Aussetzung der Anpassung als einen populistischen Schritt, der ein dauerhaftes Loch im Staatshaushalt verursacht.
Der Hersteller von Verkehrssicherungstechnik AŽD Praha hat auf seiner Eisenbahnstrecke Kopidlnka in Jičín mit dem Test eines experimentellen batteriebetriebenen Straßenbahn-Zuges begonnen. Während des Probebetriebs, der bis Ende 2027 dauern wird, soll der Zug ohne Fahrgäste verkehren. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Suche nach Alternativen zu Dieselzügen auf nicht elektrifizierten Strecken, bei denen ein Batterieantrieb die Betriebskosten und Emissionen senken könnte.
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