```html

BRATISLAVA - Der Präsident der Slowakischen Republik, Peter Pellegrini, hat sich zu den Fragen der Rüstung und Verteidigungsausgaben geäußert. Er betonte, dass die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Slowakei in erster Linie dem Schutz des Landes, seiner Bürger und der Wahrung der territorialen Integrität dienen muss. Seiner Aussage nach sollten Entscheidungen über Verteidigungsinvestitionen nicht von dem Wunsch motiviert sein, ausländischen Partnern zu gefallen oder die Erwartungen anderer Staaten zu erfüllen.

Pellegrini erklärte, dass die Verteidigungsausgaben danach beurteilt werden müssen, ob sie tatsächlich die Sicherheit der Slowakischen Republik erhöhen. „Wir müssen aufrüsten, um die Slowakei zu verteidigen, nicht zur Freude von jemandem am anderen Ende des Ozeans“, betonte der Präsident im Rahmen seiner Äußerungen zur aktuellen Debatte über Verteidigungsausgaben.

Laut dem Präsidenten ist es unerlässlich, einen ausgewogenen Ansatz zwischen der Stärkung der Verteidigung und der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stabilität zu finden. Er wies darauf hin, dass die Rüstungsindustrie kurzfristig zum Wirtschaftswachstum beitragen kann, beispielsweise durch neue Aufträge, Arbeitsplätze und Investitionen. Gleichzeitig warnte er vor einer übermäßigen Verlagerung von Ressourcen aus der normalen Industrie in den Rüstungssektor.

Pellegrini wies darauf hin, dass eine massive Aufrüstung langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft schwächen könnte. Er betonte, dass die Konkurrenz durch China, andere asiatische Länder und die Vereinigten Staaten von Amerika berücksichtigt werden müsse. Wenn europäische Staaten zu viele Mittel in den Verteidigungssektor auf Kosten der Standardindustrie investieren würden, könnte dies negative Auswirkungen auf ihre wirtschaftliche Entwicklung und ihre Fähigkeit haben, im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.

Der Präsident merkte auch an, dass die Slowakei nicht zu den Ländern gehört, die in ständiger Angst vor einem unmittelbaren Angriff leben. Aus diesem Grund ist es seiner Meinung nach nicht angebracht, Verteidigungsausgaben ausschließlich aus der Perspektive einer militärischen Eskalation zu betrachten. Es sei wichtig, eine „gesunde Balance“ zu finden, die die Sicherheit des Staates gewährleistet, ohne die Wirtschaft unverhältnismäßig zu belasten oder die Entwicklung anderer strategischer Sektoren einzuschränken.

Die Äußerungen des Präsidenten erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem europäische Staaten über eine Erhöhung der Verteidigungshaushalte als Reaktion auf die Sicherheitslage in der Region diskutieren. Pellegrinis Position unterstreicht die Bedeutung nationaler Interessen und die Notwendigkeit, dass die Verteidigungspolitik der Slowakei vor allem von den innerstaatlichen Sicherheitsbedürfnissen und den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes ausgeht.

gnews.cz - GH

```