Kurzer Überblick der wichtigsten Ereignisse des Tages:
-
Santander hat die Übernahme von Webster für 12,2 Milliarden Dollar abgeschlossen
-
Essity kauft die brasilianischen Vermögenswerte von Kenvue für 284 Millionen Dollar
-
Munich Re übernimmt At-Bay für 575 Millionen Dollar
-
Pinewood hat ein Angebot von Ridgeview über 545 Millionen Pfund angenommen
-
Danone erhält die britische Zustimmung zur Übernahme von Huel
-
Die US-Staatsverschuldung hat erstmals 40 Billionen Dollar überschritten
-
Das Finanzministerium wird Rückkäufe langfristiger Anleihen verdoppeln
Ausländische Investitionen
Die spanische Banco Santander hat die Übernahme der US-amerikanischen Webster Financial Corporation abgeschlossen. Laut einer Mitteilung der Bank beläuft sich der Wert des Transaktionsgeschäfts auf etwa 12,2 Milliarden Dollar und schafft eine der zehn größten US-amerikanischen Retail- und Gewerbebanken nach Vermögenswerten. Das Unternehmen wird ein Vermögen von rund 327 Milliarden Dollar, Krediten in Höhe von 185 Milliarden und Einlagen von etwa 172 Milliarden Dollar haben. Für Santander ist dies eine wichtige Stärkung des Geschäfts im US-Markt, insbesondere im Gewerbebankwesen und im nordöstlichen Teil der USA.
Der schwedische Konzern Essity hat den Kauf der brasilianischen Damenhygienie-Sparte von dem US-amerikanischen Unternehmen Kenvue für 284 Millionen Dollar bekannt gegeben. Dazu gehören die Marken Carefree, Sempre Livre und o.b. Der Transaktionsgeschäft stärkt Essity auf dem lateinamerikanischen Markt, wo das Unternehmen bereits zu den größten Herstellern von Hygieneprodukten gehört.
Ein weiteres bedeutendes Geschäft kommt aus der Versicherungsbranche. Die deutsche Munich Re übernimmt den US-amerikanischen Anbieter für Cyberversicherungen At-Bay zum Unternehmenswert von 575 Millionen Dollar. At-Bay kombiniert Versicherungsprodukte mit Technologien zur Überwachung von Cyberbedrohungen. Munich Re stärkt damit ein Segment, dessen Bedeutung im Zuge der Digitalisierung von Unternehmen und der Kosten für Hackerangriffe wächst.
Das britische Softwareunternehmen Pinewood Technologies hat sich bereit erklärt, von dem US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Ridgeview Partners übernommen zu werden. Das Angebot von 448 Pence pro Aktie bewertet das Unternehmen mit 545 Millionen Pfund, was etwa 739 Millionen Dollar entspricht. Der Financial Times berichtete, dass Ridgeview insbesondere in Daten, künstliche Intelligenz und die weitere Expansion der Automobilsoftware in Nordamerika investieren möchte.
Im Konsumgüterbereich erhielt Danone eine wichtige Genehmigung für die Übernahme des britischen Herstellers von Komplettnahrung Huel für 1,2 Milliarden Dollar. Laut The Wall Street Journal hat die britische Wettbewerbsbehörde CMA entschieden, dass das Transaktionsgeschäft nicht an eine weitere Prüfung weitergeleitet wird. Huel soll dem französischen Konzern ein erweitertes Angebot an funktionellen Lebensmitteln, Fertiggerichten und Pulvern ermöglichen.
Wichtige Ereignisse mit globaler Auswirkung
Die wichtigste makroökonomische Nachricht des Tages ist die US-Staatsverschuldung. Das Finanzministerium gab bekannt, dass die Gesamtverschuldung der Bundesregierung erstmals 40 Billionen Dollar überschritten hat und bei 40,047 Billionen liegt. Davon entfallen 32,266 Milliarden Dollar auf von der Öffentlichkeit gehaltene Anleihen. Reuters wies darauf hin, dass allein die Zinskosten bereits etwa 1,1 Billionen Dollar pro Jahr betragen und im laufenden Haushaltsjahr die Ausgaben für Medicare übersteigen.
Die Spannungen wirkten sich direkt auf den Anleihemarkt aus. Das US-Finanzministerium wird daher das Volumen einiger Rückkäufe von zehn- bis dreißigjährigen Anleihen mindestens auf vier Milliarden Dollar pro Transaktion verdoppeln. Die Renditen von dreißigjährigen Anleihen fielen daraufhin auf 5,19 Prozent und die von zehnjährigen auf 4,64 Prozent. Laut AP half der Schritt auch, die Aktienmärkte zu stabilisieren.
```htmlgnews.cz- GH
Tradingeconomics.com
```