Die staatliche Preisregulierung für Kraftstoffe ist heute nach mehr als drei Monaten zu Ende, und die Preise werden ab sofort ausschließlich durch Marktmechanismen bestimmt. Analysten warnen vor einem unmittelbaren Preisanstieg, wobei Diesel um bis zu drei Kronen pro Liter teurer werden könnte. Die internationale Presse hat auf die wachsende Rolle von Daniel Křetínský als wichtiger europäischer Akquisiteur hingewiesen – The Economist hat ihn zu den drei Männern gezählt, die die größten paneuropäischen Imperien aufbauen.

Die staatliche Preisregulierung für Kraftstoffe ist beendet, sodass die Preise für Kraftstoffe an tschechischen Tankstellen ab heute wieder ausschließlich durch Marktmechanismen bestimmt werden, nachdem sie zuvor mehr als drei Monate lang reguliert waren. Analysten gehen davon aus, dass dies zu einem unmittelbaren Preisanstieg führen wird. Insbesondere Diesel sollte nach Ablauf des reduzierten Mehrwertsteuersatzes deutlich teurer werden, und zwar um bis zu drei Kronen pro Liter. Auch der Preis für Benzin dürfte voraussichtlich um einige Dezimalstellen steigen.

Das Ende der Preisregulierung fällt in eine Zeit, in der die Spannungen im Hormus-Strait in den letzten Wochen wiederholt das Risiko eines Anstiegs der Ölpreise auf den Weltmärkten erhöht haben. Die Regierung hatte die Regulierung im März als Reaktion auf den Anstieg der Kraftstoffpreise infolge einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten eingeführt. Autofahrer müssen sich nun an höhere Preise an den Tankstellen gewöhnen, wobei die Betreiber von Tankstellen unterschiedlich schnell reagieren können, je nach ihren eigenen Lagerbeständen und dem regionalen Wettbewerb.

Die internationale Presse schenkt tschechischen Unternehmern als wichtigen Akteuren im europäischen Geschäft Aufmerksamkeit. Das Wirtschaftsmagazin The Economist hat Daniel Křetínský zu den drei Männern gezählt, die derzeit am deutlichsten die Eigentümerstruktur der europäischen Industrie und Dienstleistungen verändern. Die EP Group von Křetínský vervielfachte ihren Reingewinn im vergangenen Jahr auf 110 Milliarden Kronen und erweiterte ihr Portfolio erheblich um das britische Postunternehmen Royal Mail, slowakische Kraftwerke sowie eine Partnerschaft mit TotalEnergies. Laut The Economist plant der Konzern nun, sich auf die Integration der übernommenen Aktivitäten zu konzentrieren und nach neuen Möglichkeiten auf dem Kontinent zu suchen.

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