Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Tages:

  • ABB kauft Rotork für 5,5 Milliarden Dollar

  • Stripe und Advent boten 53,4 Milliarden Dollar für PayPal

  • Csquare bewertete das Börsengang auf 1,05 Milliarden Dollar

  • Whale erhielt 40 Millionen Dollar für Enterprise AI

  • NUBURU finanziert die Übernahme von Tekne durch eine neue Emission

  • Workspace verkauft Vermögenswerte im Wert von Hunderten von Millionen Pfund

  • TSMC erhöhte den Gewinn um 77 Prozent

  • IEA warnte vor den Auswirkungen chinesischer Beschränkungen

Ausländische Investitionen

Der Schweizer Technologiekonzern ABB hat die größte Akquisition in seiner Geschichte angekündigt. Für den britischen Hersteller von Industrieantrieben und Ventilautomatisierung Rotork zahlt das Unternehmen laut Unternehmensmitteilung und Reuters etwa 5,5 Milliarden Dollar, bzw. 4,1 Milliarden Pfund. Der Deal soll die Automatisierungssparte von ABB in den Bereichen Energie, Wasserwirtschaft, chemische Industrie und Infrastruktur stärken, wo die Nachfrage nach digitalisierten Steuerungssystemen steigt. Die Transaktion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem ABB gleichzeitig starke Ergebnisse für das zweite Quartal verzeichnete und höhere Aufträge erhielt, darunter auch im Bereich der Rechenzentren.

Im Fintech-Bereich zeichnet sich eine der größten möglichen Transaktionen des Jahres ab. Laut Reuters, auf die TechCrunch Bezug nimmt, haben Stripe und die Investmentgruppe Advent International ein gemeinsames Angebot zur Übernahme von PayPal für rund 53,4 Milliarden Dollar abgegeben. Das Angebot sieht einen Preis von 60,50 Dollar pro Aktie und etwa 50 Milliarden Dollar an Bankfinanzierung vor. Wenn sich der Deal durchsetzt, würde die Infrastruktur von Stripe für Händler mit einer breiten Verbraucherbasis von PayPal und dem Dienst Venmo verbunden.

An der Börse sorgte das Erstangebot der Aktien von Csquare für Aufsehen. Das Unternehmen bewertete sein Börsengang laut PR Newswire mit 21 Dollar pro Aktie und bietet 50 Millionen Aktien an, was einem Bruttovolumen von rund 1,05 Milliarden Dollar entspricht, bevor eine Optionsausübung durch die Zeichner erfolgt. Der Erlös soll hauptsächlich zur Tilgung eines Teils der Schulden verwendet werden, was das Angebot zu einem wichtigen Test für das Investoreninteresse an digitaler Infrastruktur macht.

Auch in den Bereich der künstlichen Intelligenz fließt weiterhin Kapital. Das singapurische Unternehmen Whale hat 40 Millionen Dollar in einer erweiterten C3-Runde erhalten, wodurch die gesamte Serie auf 100 Millionen Dollar anwächst. Geführt wurde die Runde von CMB International und SMBC Asia Rising Fund, beteiligt waren auch Krungsri Finnovate, Singtel Innov8, Hyundai Motor Group und Charisma Partners. Das Geld soll zur globalen Einführung von Enterprise-AI-Lösungen verwendet werden.

Ein kleinerer, aber strategisch wichtiger Finanzdeal kam von der amerikanischen Firma NUBURU. Das Unternehmen bewertete eine öffentliche Aktienemission mit 38 Millionen Dollar und gab an, dass die Einnahmen unter anderem zur Unterstützung der geplanten Übernahme einer 70-prozentigen Mehrheitsbeteiligung am italienischen Unternehmen Tekne, zur Tilgung eines Teils der Schulden und zur Finanzierung einer Plattform für den Verteidigungs- und Sicherheitssektor verwendet werden. Die britische Immobilienfirma Workspace bot unterdessen laut Reuters Vermögenswerte zum Verkauf an, deren Wert mehr als 200 Millionen Pfund beträgt, und erwägt weitere Verkäufe im Wert von über 100 Millionen Pfund, während sie dem Druck eines aktivistischen Investors, Saba Capital Management, ausgesetzt ist.

Wichtige Ereignisse mit globaler Wirkung

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Der Halbleitersektor hat erneut die Stärke der Investitionswelle rund um künstliche Intelligenz unter Beweis gestellt. Laut Reuters erhöhte das taiwanesische Unternehmen TSMC seinen Nettogewinn im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 77 Prozent auf ein Rekordniveau von 706,6 Milliarden taiwanesischen Dollar, was fast 22 Milliarden US-Dollar entspricht. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen deutlich und zeigte, dass die Nachfrage nach Chips für KI-Infrastrukturen weiterhin die Lieferketten von Unternehmen wie Nvidia und Apple unterstützt.

Ein schwächeres Signal kam hingegen aus China. Laut Reuters verlangsamte sich die chinesische Wirtschaft im zweiten Quartal auf 4,3 Prozent, was der schwächste Anstieg seit über drei Jahren war. Die Daten deuten auf Druck sowohl bei den Konsumausgaben als auch bei den Investitionen hin, obwohl die Exporte weiterhin stark sind. Dies ist für die Weltwirtschaft wichtig aufgrund der Auswirkungen auf die Nachfrage nach Industriekommoditäten, Automobilteilen und Luxusgütern.

Gleichzeitig hat eine Warnung der Internationalen Energieagentur (IEA) die Industrieketten erreicht. Laut Reuters gab die IEA bekannt, dass chinesische Exportbeschränkungen für Seltenerdmetalle die Produktion außerhalb Chinas im Wert von bis zu 6,5 Billionen Dollar gefährden könnten. Das Risiko betrifft die Automobilindustrie, den Verteidigungsbereich, die Elektronik und die Energiebranche. In den Vereinigten Staaten sind die Erzeugerpreise im Juni um 0,3 Prozent gesunken, hauptsächlich aufgrund günstigerer Benzinpreise, wie von AP berichtet, aber die geopolitische Spannung und die Ölpreise erschweren weiterhin die Aussichten.

gnews.cz - GH

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