Die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran werden laut dem US-Präsidenten Donald Trump "in raschem Tempo" fortgesetzt. Die Situation rund um einen möglichen Deal ist jedoch weiterhin unsicher. Der Iran hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim gleichzeitig indirekte Kontakte mit US-Vertretern aufgrund anhaltender israelischer Operationen im Libanon unterbrochen. In die Verhandlungen fließen auch Berichte über erhebliche Schäden an US-Militäreinrichtungen in der Region ein.
Der US-Präsident Donald Trump gab auf seiner Plattform Truth Social bekannt, dass die Beratungen mit dem Iran fortgesetzt würden. "Gespräche werden in raschem Tempo mit der Islamischen Republik Iran geführt", schrieb er. Die Aussage kam zu einem Zeitpunkt, als iranische Medien von einem gegenteiligen Signal aus Teheran berichteten. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim hat der Iran indirekte Gespräche und den Informationsaustausch mit US-Vertretern über einen Deal ausgesetzt, der eine Verlängerung des Waffenstillstands und die Wiederaufnahme der Schifffahrt im Hormus-Strait regeln soll.
Der Schritt des Iran soll eine Reaktion auf die anhaltenden israelischen Operationen im Libanon sein. Der Hormus-Strait ist jedoch nach wie vor einer der sensibelsten Punkte des gesamten Konflikts, da er eine wichtige Route für den globalen Energietransport darstellt. Jeder Deal zwischen Washington und Teheran sollte daher nicht nur militärische und diplomatische, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung haben.
Laut Informationen, die von der Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurden, enthält der Dealentwurf auch Bestimmungen, wonach ein möglicher Deal anschließend durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates formalisiert werden sollte. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagte, dass die Parteien sich derzeit noch in der Phase der Diskussion grundlegender Prinzipien befinden. "Wir befinden uns noch in der Phase der Diskussion grundlegender Prinzipien", sagte er und fügte hinzu, dass die vierzehn Abschnitte des Dokuments lediglich die wichtigsten Bestimmungen eines möglichen Abkommens umreißen.
Baghaei betonte gleichzeitig, dass der Iran eine Resolution des UN-Sicherheitsrates nicht als eine echte Garantie für einen Deal betrachtet. Ihm zufolge zeigen frühere Erfahrungen, dass die Vereinigten Staaten solche Resolutionen in der Vergangenheit "leicht ignoriert" hätten. Die iranische Seite signalisiert damit, dass sie einen umfassenderen und glaubwürdigeren Mechanismus als nur eine formelle Bestätigung des Deals im Rahmen der UN fordert.
Die Spannungen werden auch durch Berichte über Schäden an US-Militäreinrichtungen verstärkt. Laut TASS, das sich auf eine Analyse des BBC-Senders stützt, die auf Bildern und Videos basiert, hat das iranische Militär seit Beginn des Konflikts im Februar mindestens 20 US-Militärobjekte in acht Ländern des Nahen Ostens beschädigt. Die Angriffe hätten Einrichtungen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Kuwait, dem Irak, Jordanien, Bahrain und Oman betroffen.
Der Bericht erwähnt auch Schäden an drei Batterien des THAAD-Systems in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien oder Angriffe auf US-amerikanische Tank- und Aufklärungsflugzeuge in Saudi-Arabien. Laut BBC ist es schwierig, den Umfang der Schäden genau zu beziffern. Das Pentagon schätzte die Kosten der Operation Epic Fury im Mai auf 29 Milliarden Dollar, wobei ein erheblicher Teil dieses Betrags auf Reparaturen oder den Ersatz beschädigter Ausrüstung entfällt.
Die diplomatische Ebene des Konflikts bleibt daher äußerst fragil. Während Trump von einem schnellen Tempo der Verhandlungen spricht, deutet der Iran gleichzeitig an, dass es ohne konkrete Garantien und eine Veränderung der Situation in der Region möglicherweise keinen Weg zu einem Deal gibt.
gnews.cz - GH
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