Der chinesische Außenminister Wang Yi forderte am Donnerstag während einer Sitzung der "Gruppe der Freunde der globalen Governance" im Rahmen der Vereinten Nationen in New York zu einer Reform und Verbesserung des Systems der globalen Governance auf. Er betonte, dass dies eine historische Aufgabe für die gegenwärtige Generation sei, die festen Willen und langfristige Anstrengungen erfordere.
Wang Yi, der auch Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas ist, betonte in seiner Rede, dass die Reform der globalen Governance darauf abzielen müsse, die internationalen Institutionen zu stärken und ihre Fähigkeit zu verbessern, auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.
Er betonte insbesondere die Notwendigkeit, die Reform der Vereinten Nationen fortzusetzen, um sie effizienter zu machen und sicherzustellen, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über mehr Autorität und die Fähigkeit verfügt, sein Mandat zu erfüllen.
"Das Ziel der Reform der Vereinten Nationen ist es, die Organisation zu stärken, nicht zu schwächen", sagte Wang Yi. Er fügte hinzu, dass die Reform unter der Führung der Mitgliedsstaaten erfolgen und auf den Prinzipien der Gerechtigkeit, Offenheit und Transparenz beruhen müsse.
Stärkere Repräsentation von Entwicklungsländern
Der chinesische Minister betonte die Bedeutung der Stärkung der Stimme der Entwicklungsländer und der kleinen und mittelständischen Staaten im internationalen System.
Er widmete besondere Aufmerksamkeit Afrika, das seiner Ansicht nach weiterhin historischen Ungerechtigkeiten im Rahmen der globalen Governance ausgesetzt sei. Der Reformprozess sollte laut Wang Yi dazu beitragen, eine ausgewogenere Repräsentation der einzelnen Regionen und Staaten zu gewährleisten.
Neben institutionellen Veränderungen forderte er auch eine Modernisierung der Friedensmissionen der Vereinten Nationen, um den heutigen Bedingungen und neuen Sicherheitsherausforderungen gerecht zu werden.
Er forderte außerdem eine breitere internationale Übereinstimmung bei der Unterstützung der Entwicklung, eine korrekte Ausrichtung der globalen Governance im Bereich der Menschenrechte und eine fortgesetzte Reform des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems.
Regeln für künstliche Intelligenz und neue Technologien
In seiner Rede widmete sich Wang Yi auch den neuen technologischen Herausforderungen.
Er forderte die Schaffung internationaler Regeln für die Steuerung und Regulierung künstlicher Intelligenz sowie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit in neu entstehenden Bereichen wie dem Cyberspace und dem Weltraum.
Er betonte auch die Bedeutung der Förderung des Austauschs zwischen den Zivilisationen und der Stärkung des gegenseitigen Verständnisses zwischen verschiedenen Kulturen.
Der Minister bezeichnete die "Gruppe der Freunde der globalen Governance" als ein wichtiges Stabilisierungselement der heutigen Welt und als eine Kraft, die Gerechtigkeit in Zeiten internationaler Umwälzungen fördert.
"Dieser Mechanismus sollte weiterentwickelt und gestärkt werden", sagte er.
Er fügte hinzu, dass China auch weiterhin den Multilateralismus unterstützen und zur globalen Governance durch seine eigenen Erfahrungen in der Steuerung und Entwicklung des Landes beitragen werde.
Fünf Punkte der Übereinstimmung über die Zukunft der globalen Governance
An den Verhandlungen nahmen die Außenminister und Vertreter von mehr als 60 Ländern teil, darunter Pakistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Kuba und Simbabwe. Die Anwesenden wurden auch von der stellvertretenden Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Amina Mohammed, informiert.
Wang Yi sagte nach dem Treffen, dass die "Gruppe der Freunde der globalen Governance" in fünf Schlüsselbereichen zu einer Übereinstimmung gelangt sei.
Der erste Punkt ist die Unterstützung der Demokratisierung der internationalen Beziehungen. Nach Angaben der Teilnehmer haben alle Staaten, unabhängig von Größe, Macht oder Wirtschaftsstufe, das Recht, ihr soziales System und ihren Entwicklungspfad selbst zu wählen und gleichzeitig gleichberechtigt an der globalen Governance teilzunehmen.
Der zweite Punkt ist die strikte Einhaltung der Ziele und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, die gleichberechtigte Anwendung des Völkerrechts und die Ablehnung von Doppelstandards und Zwang.
``````htmlDer dritte Punkt ist die Unterstützung der zentralen Rolle der Vereinten Nationen, die Stärkung des Multilateralismus und der multilateralen Mechanismen sowie die Ablehnung von Unilateralismus und Machtpolitik.
Der vierte Punkt ist die Reform und Verbesserung der globalen Governance, mit dem Ziel, die Unterschiede zwischen dem globalen Norden und Süden zu verringern und sicherzustellen, dass alle Länder, ohne Ausnahme, von der Entwicklung profitieren.
Der fünfte Punkt betont die Notwendigkeit, auf die dringendsten Probleme der heutigen Welt durch konkrete Maßnahmen und praktische Ergebnisse zu reagieren, so dass die globale Governance den Bedürfnissen der heutigen Zeit und den Bedürfnissen der Bevölkerung der einzelnen Länder entspricht.
gnews.cz/CMG
Kommentare
Anmelden · Registrieren
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, um zu kommentieren.
…