SICILIEN – Die italienischen Behörden untersuchen einen äußerst schwerwiegenden Kunstdiebstahl aus einem regionalen Museum in Sizilien. Die Täter entwendeten drei Tafeln aus einem wertvollen Polyptychon, das dem bedeutenden Renaissance-Maler Antonello da Messina zugeschrieben wird, sowie eine beidseitige Ikone mit der Darstellung der Madonna mit Christus. Die lokalen Medien bezeichnen den Vorfall bereits als „Raub des Jahrhunderts“.
Laut verfügbaren Informationen fand der Diebstahl trotz eines vorhandenen Sicherheitssystems im Museum statt. Ein Alarmsystem wurde aktiviert, und es gab Videoüberwachung, aber die Täter handelten offenbar äußerst schnell. Bevor die Wachleute und anschließend die Polizei eintrafen, gelang es ihnen, mit den gestohlenen Kunstwerken aus dem Museum zu fliehen. Die Kriminalbeamten konzentrieren sich nun vor allem auf die Art und Weise, wie der Diebstahl begangen wurde. Eine der Ermittlungstheorien ist die Möglichkeit, dass es sich nicht um einen Zufallsakt handelte, sondern um eine im Voraus geplante Aktion im Auftrag von jemandem. Offenbar wussten die Täter, welche Teile der Museumsbestände den höchsten Wert hatten und wo sie sich befanden.
Die Ermittler schließen daher auch die Möglichkeit einer Unterstützung durch Personen innerhalb des Museums nicht aus. Die Kenntnis der Anordnung der Exponate, ihrer Bedeutung und ihrer Sicherungsmaßnahmen könnte erklären, wie es den Dieben gelang, in kurzer Zeit bestimmte Kunstwerke zu entwenden und anschließend zu entkommen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den drei gestohlenen Tafeln aus dem Polyptychon, das mit dem Namen Antonello da Messina verbunden ist, einer der bedeutendsten Vertreter der italienischen Renaissance-Malerei. Der Künstler, der im 15. Jahrhundert wirkte, ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Geschichte Siziliens und des gesamten italienischen Festlandes.
Die gestohlenen Kunstwerke haben daher nicht nur einen finanziellen Wert. Ihre Bedeutung liegt auch in ihrem historischen, künstlerischen und kulturellen Wert, der praktisch unersetzlich ist. Aus diesem Grund hat der Diebstahl in den sizilianischen Kulturkreisen eine äußerst starke Reaktion ausgelöst. Ein weiteres gestohlenes Objekt ist die beidseitige Ikone mit der Darstellung der Madonna mit Christus. Auch hierbei handelt es sich um ein Werk, dessen Wert weit über eine übliche finanzielle Bewertung hinausgeht. Der Verlust historischer Artefakte stellt für das Museum und die Region einen Eingriff in das kulturelle Gedächtnis dar, der nicht einfach durch ein neues Exponat ersetzt werden kann.
Der Vorfall hat Fragen bezüglich der Sicherheit italienischer Museen und des Schutzes wertvoller Kunstdenkmäler aufgeworfen. Sollte sich die Hypothese eines Kunstdiebstahls im Auftrag bestätigen, könnten die Ermittler auch mit Versuchen konfrontiert werden, die Werke aus Italien zu schaffen oder in Privatbesitz zu bringen. Die italienische Polizei arbeitet derzeit an der Aufklärung der Umstände des Diebstahls, der Identifizierung der Täter und vor allem an der Wiederbeschaffung der gestohlenen Kunstwerke. Für Sizilien geht es dabei nicht nur um einen Fall von Eigentumsdelikten. Kulturvertreter bezeichnen den Vorfall als „Diebstahl eines Denkmals“, der das kulturelle Erbe der Region selbst berührt.
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