In Reaktion auf eine Frage zur Verstärkung der japanischen Militärpräsenz auf pazifischen Inseln, einschließlich der Stationierung einer Schiffsabwehr-Raketenbatterie auf der Insel Minamitorishima, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lin Jian, dass dieser Schritt nach Ansicht Pekings einen weiteren Beleg für die sich beschleunigende Remilitarisierung Japans darstellt.
Lin erinnerte daran, dass Japan während des Zweiten Weltkriegs durch seine Aggression und Expansion den asiatischen Ländern und anderen Teilen der Welt enormes Leid zugefügt und schwere Verbrechen begangen hatte. Seiner Aussage nach zeigt Tokio heute jedoch nicht nur unzureichend Reue über die Vergangenheit, sondern schlägt gleichzeitig erneut einen falschen Weg ein. Zudem schaffe es laut ihm ein falsches Bild von Bedrohungen durch Nachbarländer, um den weiteren Ausbau seiner Militärkapazitäten zu rechtfertigen.
„Die Tatsachen belegen, dass die Remilitarisierung Japans bereits eine echte Bedrohung für den regionalen Frieden und die Stabilität darstellt, und die internationale Gemeinschaft muss wachsam bleiben," erklärte Lin Jian.
Der Sprecher forderte Japan zugleich auf, nach seinen Worten die Verbreitung von Fehlinformationen und Verleumdungskampagnen einzustellen, sich aufrichtig mit seiner Kriegsvergangenheit auseinanderzusetzen, aus der Geschichte zu lernen und vom gegenwärtigen Kurs der militärischen Aufrüstung abzurücken.
gnews.cz/CMG
