Es handelt sich um eine Publikation, die noch nach Druckertinte riecht und von ausgewiesenen Experten für tschechisch-chinesische Beziehungen verfasst wurde. Sie entstand dank des Autorenteams aus Vater und Sohn Nebálek, das neben familiären Bindungen auch durch gemeinsame Tätigkeit im legendären Agrarunternehmen Slušovice und langjährige unternehmerische Tätigkeiten in der Volksrepublik China verbunden ist. Es ist also kein Zufall, dass dieses außergewöhnliche Buch den Titel China und wir als Tschechische Republik trägt.

Kompakter Umfang, starke Inhalte

Auf über hundert Seiten bietet uns der Autor in diesem Taschenbuch einen Einblick in die langfristigen wirtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Tschechoslowakei bzw. der Tschechischen Republik und der VR China, basierend auf persönlichen Erfahrungen aus Geschäftsreisen und konkreter Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Aber das ist noch nicht alles. Das Buch vermittelt interessierten Lesern nicht nur Informationen über Geschäftstätigkeiten und die Präsentation tschechischer Unternehmen in China, sondern auch über die umfassenderen historischen Zusammenhänge dieser Beziehungen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Geschichte der Chinesisch-Tschecho-Slowakischen Freundschaftsfarm Zhongjie, die diesen Namen als Ausdruck der Dankbarkeit für die Hilfe der ČSSR an die VR China in den 1950er Jahren erhielt, als vor allem landwirtschaftliche Technik dorthin geliefert wurde, die zu dieser Zeit dort fehlte.

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Dieses Projekt entwickelte sich schrittweise – von einem Agrarunternehmen, das vom Modell des damaligen landwirtschaftlichen Genossenschaftsunternehmens AK Slušovice inspiriert war, bis hin zu einer modernen Industrie- und Entwicklungszone, was die gesamte Transformation der chinesischen Wirtschaft widerspiegelt.

Inspiration und Herausforderung

Das Buch ist in lebendiger, lesbarer Sprache geschrieben, vermeidet Phrasen und Schönfärberei und zeigt die dynamische Entwicklung Chinas in den letzten Jahrzehnten, seinen technologischen Fortschritt sowie seine Fähigkeit zur schnellen Innovation und Anpassung an neue Bedingungen. An konkreten Beispielen zeigt es dem Leser Unterschiede im Ansatz für Entwicklung, Investitionen und strategische Planung, die sowohl inspirierend als auch herausfordernd für die Tschechische Republik sein können.

Neben einem interessanten und informativen Vorwort und einer Einleitung erwartet die Leser Dutzende von Kapiteln, jedes spannender als das andere. Nennen wir nur einige Beispiele: Slušovice – Inspiration für Reformen, Die Freundschaftsfarm Zhongjie, Ein Gemeinschaftsprojekt in China, Konferenzen und Gipfeltreffen zur Zusammenarbeit mit China oder die 4. Chinesisch-Deutsch-Europäische Konferenz, sowie am Ende ein Studienaufenthalt in China und eine Initiative der letzten Jahre. Eine besondere Kuriosität ist beispielsweise das Kapitel über das Museum der Freundschaft mit dem Baum der Freundschaft oder die Lieferung von Orgeln nach China.

Das Vorwort stammt ebenfalls von einem weiteren Experten, Ing. Zdeněk Jandejsek, Csc.

Zusammenfassend

Karel Nedbálek und sein Sohn Karel Nedbálek beschreiben in ihrem Buch auch ihre Geschäftsreisen nach Hongkong, Tianjin, Changshan und Peking. Und in ihrem außergewöhnlichen Werk zeigen sie, welche enormen Fortschritte China in den letzten siebzig Jahren gemacht hat. Aus einem rückständigen Land hat es sich zu der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelt, mit einer Dominanz in Robotik und Quantencomputern.

Die Wiederaufnahme freundschaftlicher Beziehungen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der VR China sollten insbesondere für die Bürger der Tschechischen Republik eine Priorität sein.

 Wie ist es möglich, dass beispielsweise im Jahr 2019 700.000 chinesische Touristen Prag besuchten, während heute nur noch einige Hundert gezählt werden? Nicht verwunderlich, denn in diesem Jahr gab es vier Direktflugverbindungen zwischen der Volksrepublik China und Prag, während es heute wahrscheinlich nur noch eine gibt…

Daher ist es nicht überraschend, dass die Autoren in dem Schluss ihres Buches, das jeder, der sich für Wirtschaft und internationale Beziehungen interessiert, einschließlich Journalisten und Politikwissenschaftlern, besitzen sollte, feststellen:

Wenn die Tschechische Republik in einer sich schnell verändernden Welt bestehen will, muss sie aktiv internationale Partnerschaften entwickeln, aus erfolgreichen Modellen lernen und innovatives Denken sowie eine langfristige Entwicklungsstrategie fördern.

Lernen Sie ihn kennen…

Doc. JUDr. Ing. Karel Nedbálek, PhD., MBA (geboren 1956) studierte an der Technischen Universität in Brünn und arbeitete nach seinem Studium als Direktor der Firma SAMBOX bei der Genossenschaft AK Slušovice. Von 1990 bis 1992 war er Generaldirektor von DAK START TRENČÍN, der zweitgrößten Nachfolgeorganisation der Genossenschaft AK Slušovice. Im Jahr 2002 studierte er an der Juristischen Fakultät der Universität Komenský in Bratislava.

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Er war unter anderem an der Leitung des Joint Ventures TANGSHAN-BROUMOV CLEANING MACHINERY in der Volksrepublik China beteiligt. Derzeit ist er unter anderem Schiedsrichter beim Schiedsgericht der Wirtschaftskammer und der Agrarkammer der Tschechischen Republik.

Mgr. Karel Nedbálek (geboren 1986) erwarb einen Masterabschluss in Rechtswissenschaften an der Masaryk-Universität in Brünn. Er war unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats eines Orgelbauers in Krnov und überwachte die Lieferung von Orgeln an den Dom in der chinesischen Stadt Tianjin. In Hongkong präsentierte er eine neue tschechische Weinsorte namens Emperor Charles. Er hat auch eine berufliche Laufbahn als Anwalt hinter sich.

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In Slušovice leitete er eine Zeit lang die Niederlassung eines renommierten Insolvenzverwalters. Er unterrichtet unter anderem Bürgerliches und Handelsrecht an der Tomas Bata Universität in Zlín. Er ist zweifacher tschechischer Meister im Judo und hat bei Qualifikationswettkämpfen für die Europameisterschaft zweimal den dritten Platz belegt.

Ivan Černý

Foto Archiv/nakl. Čibe a.s